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Jörn Domeier

SPD 08.11.2023 2:44 min Tagungsabschnitte 19/11

Den Bestand des Europäischen Mufflons in Niedersachsen erhalten: Konsequenter Naturschutz setzt aktives Wolfsmanagement voraus!

weil der Boden eben nicht überall für diese Füße geeignet ist, spielt eine ganz besondere Rolle. Darauf wollte ich gerade hinaus. Das Mufflon hat nämlich eine ganz besondere Eigenart, die es chancenlos gegenüber dem Wolf und allen anderen heimischen Jägern macht. Es läuft drei, vier Schritte ganz besonders schnell, es springt auch ganz gerne einen Felsvorsprung hinauf, wartet, schaut: „Was hat sich verändert?“ und geht dann los. Aber in der Göhrde, in der Lüneburger Heide oder bei mir im Elm-Lappwald ist das mit Felsvorsprüngen nun mal so eine Sache. Das weiß aber das Tier nicht. Es wartet immer noch, und deswegen ist es ja gerade chancenlos. Das alles hätten Sie gewusst, wenn Sie der Unterrichtung gefolgt wären. Das alles haben wir in dieser Unterrichtung erfahren, und das ist nicht ganz neu. Das haben wir 2016 und 2017 schon gehört. Darauf komme ich vielleicht später noch einmal zurück. In Ihrem Antrag haben Sie geschrieben, dass unsere Jägerinnen und Jäger der Hegepflicht nicht nachkommen bzw. nicht nachkommen können. Das hat mich wirklich verletzt; denn gerade unsere Jägerinnen und Jäger kommen ihrer Hegepflicht wirklich nach. Wie gerade Sie so abschätzig über sie sprechen können, hat mich wirklich verletzt. Das ist für die Sache nicht gut, wenn Sie, um den Wolf zu treffen, so viele andere Kollateralschäden einfach mitnehmen. Das ist nicht richtig. Wenn Sie meinen Worten nicht glauben, dann glauben Sie vielleicht denen von Ihrem ehemaligen Kollegen Herrn Dammann-Tamke, also der Landesjägerschaft, die ‑ das haben wir in der Unterrichtung ebenfalls gehört ‑ gerade gesagt hat: Die genannten Managementpläne reichen eben nicht aus, um das Muffelwild zu schützen, da brauchen wir mehr. Wenn wir schon bei den Punkten sind: Herr Dannenberg hat ja gerade gezeigt, wie man redet, ohne konkrete Vorschläge zu machen. Was sind denn die Punkte? Was können wir denn bei einer freilebenden Art tun? Wollen wir einen Zaun ziehen: 2 m, besser 2,50 m? Wollen wir Wildfütterungen etablieren, um es den Tieren leichter zu machen? All das sind nicht die Punkte, die wir uns vorstellen können. All das ist nicht das, was wir mit richtiger Hege und Pflege meinen. Deswegen habe ich das Gefühl: Diese maximale Empörung, die gerade vorgespielt wird, haben wir in der vorletzten Wahlperiode schon gehört, als auch damals eine Kleine Anfrage gestellt worden ist, aber wir haben sie in der letzten Wahlperiode nicht gehört, weil die Ministerin damals gerade aus Ihrem Haus kam und Sie dadurch ganz besonders genau wussten, dass wir eigentlich gar nicht viele Punkte machen können. Aus diesem Grund lehnen wir Ihren Antrag wirklich ab. Er ist inhaltslos. Vielen Dank.

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