Miriam Staudte
Afrikanische Schweinepest auf dem Vormarsch: Wie gut ist Niedersachen auf einen möglichen Ausbruch vorbereitet?
Vielen Dank. - Bitte, Frau Ministerin! Vielen Dank. - Den Ausbruch im Emsland hatten wir ja quasi schon. Damals sind den Erzeugern letztlich 15 Millionen Euro verlorengegangen. Wir wissen auch, dass viele Betriebe dichtgemacht haben oder in wirklich arge existenzielle Nöte gekommen sind. Damals war der Schweinepreis noch niedriger; jetzt ist er höher. Wir müssten jetzt mit ungefähr 20 % Aufschlag rechnen. Wenn man das ins Verhältnis zu den großen Schweinehochburgen in der Nachbarschaft setzt auch das ist vielleicht ganz interessant, dann sieht man, dass zum Beispiel in Cloppenburg eher mit 40 Millionen Euro plus 20 %: 48 Millionen Euro Schaden zu rechnen wäre - und das alles bei einer dreimonatigen Sperrung. Bei zwölf Monaten nach einem Befund im Wildschweinbereich kann man diese Zahlen vielleicht nicht unbedingt mit 3 multiplizieren, denn dann würde ja gar nicht mehr eingestallt. Aber trotzdem würde dauerhaft kein Geld verdient. Letztlich wäre das ein so immenser Strukturbruch, dass wir wirklich ein gigantisches Problem hätten. Sie wissen, ich bin für eine Transformation der Tierhaltung, und in gewissen Bereichen ist es, denke ich, auch richtig, dass Tierzahlen reduziert werden. Aber das wäre das Gegenteil von Transformation. „Transformation" bedeutet planvolles Vorgehen, sodass Betriebe mitgenommen werden können. Das wäre in einem solchen Fall ein riesengroßes Problem.
