Christian Meyer
Grüner-Wasserstoff-Standort Niedersachsen - wie entwickelt sich die Infrastruktur?
Bitteschön, Herr Minister! Vielen Dank. Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Europäische Union hat demokratisch bestätigte ehrgeizige Klimaziele, auch wenn es die AfD leugnet und keinen Klimaschutz möchte. Deshalb gibt es auch für diese Regelungen ein System und auch Regeln, wie Wasserstoff angerechnet und zertifiziert wird. Aufgrund der Erzeugungsart und der realen Treibhausgasvermeidung führt grüner Wasserstoff zu einer hundertprozentigen Emissionsminderung. Das unterliegt natürlich auch einer Zertifizierung. Wenn beispielsweise die Salzgitter AG die Emissionen reduziert und dadurch große Mengen an Treibhausgasen einspart, braucht sie dafür nicht wie bislang Emissionszertifikate im europäischen Handel zu kaufen. Sie muss jedoch nachweisen, dass der erzeugte Wasserstoff mit grünen Energien produziert worden ist; denn mit aus fossilen Energien erzeugtem Wasserstoff kann man im Emissionshandelssystem nicht erklären, dass man reale CO2-Einsparungen erzielt hat. Sonst wäre man in einem System mit irgendwelchen Mogelzertifikaten aus China, über das wir gestern diskutiert haben. Deshalb ist in der EU sichergestellt, dass man zu realen Anrechnungen kommt. Bei dem Wasserstoff ist es ähnlich wie beim Strom: Beides ist erst einmal farblos, aber man weiß selbstverständlich, was man eingespeist hat, und weiß damit, was man an realen Treibhausgasreduzierungen erreicht hat.
