Philipp Meyn
Gewaltausbrüche bei Amateurfußballspielen - Lagebild präzisieren - Gewalttäter aus dem niedersächsischen Amateurfußball entfernen
Wenn ich so in die Runde gucke: Ich habe 30 Jahre lang Fußball gespielt, und ich habe tatsächlich Auseinandersetzungen mit allen möglichen Personen und auch ganz tolle Kameradschaft erlebt - aber anders, als Sie Kameradschaft verstehen. Ich möchte nur sagen: Wir halten fest, der Fußball ist kein rechtsfreier Raum. Die Sportgerichtsbarkeit wird fundiert und sorgsam ausgeführt, und die Justiz bearbeitet alles, was über diese Zuständigkeit hinausgeht. Relativ betrachtet handelt es sich um eine geringe Fallzahl, und die AfD irrt gewaltig, wenn sie schreibt: „vor dem Hintergrund des bisher nicht gekannten Ausmaßes der verbalen und körperlichen Gewalt“. Das trifft auf Niedersachsen schlichtweg nicht zu. Ein ausdrückliches Lob an dieser Stelle an den LSB, an den NFV. Da werden Programme aufgesetzt ‑ „Sport mit Courage“ möchte ich beispielsweise nennen ‑, wo es darum geht, die Strukturen, die Haltung zu stärken, für ein gleichwertiges Miteinander aller Menschen zu sensibilisieren und fairen Sport zu fördern. In diesem Jahr wurde zudem eine Arbeitsgruppe gegründet mit dem Ziel, den Respekt gegenüber Schiedsrichtern zu stärken: Welche Optionen haben Schiedsrichter, muss eine Veränderung der Sanktionsmaßnahmen stattfinden etc.? Wir werden die Ergebnisse der AG sehr genau analysieren, um wirklich auch real zu schauen, was man vor Ort verbessern kann. Ich kürze das ab: Es gibt Konfliktlotsen. Das ist etwas, das 2021 aufgegriffen wurde. Jetzt gibt es 23 Konfliktlotsen, die landesweit aktiv sind, um eben Vereinen hilfsbereit zur Seite zu stehen. Kurzum: Sie stehen ‑ das hat man eben auch bei den Reaktionen gemerkt ‑ mit Ihrem Antrag meterweit im Abseits. Ein Zusammenspiel ist einfach nicht möglich, und deshalb lehnen wir diesen Antrag ab. Besten Dank.
