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Alfred Dannenberg

AfD 29.08.2024 3:44 min Tagungsabschnitte 19/18

Robotereinsatz in der Landwirtschaft erleichtern

Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Die Robotik bewirkt in der Landwirtschaft Quantensprünge. Beispiel Melkroboter: Kinderkrankheiten auskuriert, er funktioniert, erleichtert die Arbeit enorm und steigert die Effizienz. Was bringt die Zukunft? Ein Blick in den Stall: Optische und thermische Sensoren beobachten die ganze Herde. Welches Tier bewegt sich wie? Agil, phlegmatisch, gereizt? Hat es Fieber oder sonstige Anomalien? Ist die Kuh brünstig, hat sie eine Euterentzündung, soll die Applikation gleich mit verabreicht werden? Im Gegensatz zum menschlichen Auge übersieht der Roboter nichts. Er ist 24/7 im Einsatz. Hinzu kommen die Selbstlerneffekte von KI - ein enormes Potenzial. Langfristig kostensenkend, die Produktion und den Tierschutz steigernd. Der Fachkräftemangel beschleunigt den Trend zur Robotik überdies. Ein Blick auf den Acker: Optische Sensoren erkennen KI-gestützt unerwünschte Beikräuter, und nur die werden gezielt mit Pflanzenschutzmittel besprüht. Man spart Menge, Kosten und schützt die Umwelt. Ein Blick aufs Grünland: Welche Weiserpflanzen, welche Kennarten befinden sich dort? - Die Drohne fliegt es ab, die Software macht ihren Job, und am Ende steht ein Ergebnis, das ein Kartierer, der im Zickzack über die Fläche geht, vermutlich nicht hätte erbringen können. Dies sind drei Beispiele, die technisch quasi schon heute fast möglich sind beziehungsweise kurz vorm Durchbruch stehen. Dabei ist enorm wichtig aber die Frage der Datenhoheit. Sie muss nicht nur, wie im Antrag erwähnt, gegenüber den Softwareanbietern gewahrt sein, sondern, wie im Antrag bemerkenswerterweise nicht erwähnt, auch gegenüber den Behörden. Denn für die Landwirte wäre es der Horror, wenn nicht mehr die Unschuldsvermutung und das Vertrauen in die Professionalität ihres Handelns existierten, sondern ein Überwachungsamt in Echtzeit gemeldet bekäme, welcher Landwirt auf welchem Quadratmeter seiner Fläche gerade was tut. Ein anderer Punkt liegt mir persönlich sehr am Herzen: das Aufspüren und In-Sicherheit-Bringen von Wildtieren mit der Drohne vor der Grasmahd. In meinem Betrieb machen wir das seit acht Jahren. Es geht aber nur in den kühlen Morgenstunden, sonst kann das menschliche Auge im Wärmebild, das die Drohne liefert, nichts Eindeutiges mehr erkennen. Ich bin wirklich sehr gespannt auf weitere technische Innovationen, die das Zeitfenster für die Suche auf einen ganzen Sommertag ausdehnen. Zur Kitzrettung jetzt noch was zum Schmunzeln und auch zum Nachdenken: Wissen Sie, wie wir da in der Wiese kommunizieren müssen, meine Helfer und ich? Mit dem Walkie-Talkie - weil das Handynetz so schlecht ist. Wie kann das angehen anno 2024? Am Netzbetreiber liegt's nicht. Der will bei mir den Sendemast aufstellen - händeringend. An mir liegt's auch nicht. Ich habe einen idealen Standort auf meiner Fläche vorgeschlagen: einen ehemaligen Betriebsplatz einer alten Kieskuhle direkt an der Landstraße gelegen, keine extra Zuwegungen nötig, kein Wildwechsel wird gestört. „Minimalinvasiv" würde der Mediziner sagen. An wem scheitert's denn nun? An der unteren Naturschutzbehörde des Heidekreises. Die will dort keinen Sendemast, weil sie den besagten Betriebsplatz, der zwischenzeitlich bewachsen, aber zuletzt von Sturm und Käferbefall wieder arg ausgedünnt war, als unantastbaren Wald betrachtet. Da schütteln dann wirklich alle nur noch mit dem Kopf. Beobachter sagen, es sei symptomatisch für die Gesamtlage. So kriegen wir nie ein vernünftiges Netz, meine Damen und Herren, geschweige denn 5G. Aber vielleicht gelingt ja den Rot-Grünen aus dem Landtag mit den Rot-Grünen aus der Regierung, dann den Grünen aus den Naturschutzbehörden den rechten Weg zu weisen. Ich bin dabei und drücke Ihnen, uns allen und vor allem den Rehkitzen da draußen ganz fest die Daumen. Vielen Dank. Die nächste Wortmeldung kommt aus der Fraktion der SPD:

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