Olaf Lies
Transformation unterstützen, Innovation fördern - Niedersachsens Automobilindustrie zukunftsfähig aufstellen
Bitte schön! Herr Präsident! <v UU>Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zunächst einmal bin ich sehr froh, <v UU>dass der demokratische Teil dieses Parlaments sich sehr klar zur <v UU>Transformation bekennt und sehr klar sagt: Wir wollen nicht nur <v UU>Automobilland sein, wir wollen auch Mobilitätsland werden. <v UU>Wir wissen genau: Wenn wir nichts verändern, wenn wir alles so lassen, <v UU>wie es ist, dann wird uns das nicht gelingen, sondern dann werden wir von <v UU>Innovation und Technik überholt. Das, was Sie heute nicht gesagt <v UU>haben ‑ Herr Scharrelmann, dafür bin ich sehr dankbar ‑, wiederhole ich <v UU>jetzt auch nicht. Sozusagen: Was endet 2035? <v UU>Und wo sagen Sie, das darf nicht enden? <v UU>Ich glaube, dass das ein Teil der Problematik der Debatte ist, und ich <v UU>würde mir wünschen, dass es uns im Parlament, im Ausschuss gelingt, auch <v UU>mit guten, versachlichten ‑ ‑ ‑ - Ich kann es auch wiederholen, aber ich <v UU>will es ja nicht wiederholen. Um für Aufklärung bei <v UU>der CDU zu sorgen. Weil ich es für falsch halte, weil ich die Debatte für falsch halte. Weil sie uns auch nicht hilft, und <v UU>weil wir sie heute garnicht geführt haben. Das finde ich auch richtig. Wir wollen eine zukunftsorientierte Debatte führen. Die zukunftsorientierte Debatte - Sie haben es auch heute nochmal lesen können, auch anhand der Daten in der HAZ ‑, es geht darum, dass wir günstige Betriebskosten morgen brauchen. Und nur mit der Nutzung batterieelektrischer Antriebe und günstigen Stroms sind wir in der Lage, günstige Mobilität ermöglichen - günstige individuelle Mobilität, aber auch günstige öffentliche Mobilität. Ich glaube, dass daran im Grunde auch gar kein Zweifel herrscht. <v UU>Ich bin sehr dankbar dafür, dass der Antrag hier jetzt nicht sagt: Es gibt <v UU>heute nur noch das eine. - Aber er sagt: Es wird auf diese <v UU>Richtung zulaufen. Wenn immer gesagt wird, es muss doch noch Verbrenner geben: Natürlich! Es werden noch elf Jahre lang neue <v UU>Verbrenner verkauft. Erst dann ist 2035. <v UU>Das heißt, natürlich werden Verbrenner eine <v UU>entscheidende Rolle spielen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass man einer Technologie nachhängt, die <v UU>man kennt. Wenn wir nur der Technologie, die wir <v UU>kennen, nachhängen, aber verkennen, dass die Innovationen, die neuen <v UU>Technologien die Lösung sind, laufen wir Gefahr, uns selber auszubremsen. <v UU>Das Ausbremsen sollte nicht in den Köpfen der Kolleginnen und Kollegen hier im Parlament stattfinden. Das finde ich ganz wichtig. <v UU>- Nein, es gibt im Pkw-Antrieb die Perspektive der <v UU>Technologieoffenheit nicht. Warum sollte es geben? <v UU>Welchen Sinn soll es denn machen, mit dem grünen Strom, mit dem man direkt <v UU>fahren könnte, zunächst einmal Wasserstoff und dann in aufwendigen <v UU>Prozessen E‑Fuels zu erzeugen, um die dann in einem Motor zu verbrennen, <v UU>der damit zu 30 % Antriebsleistung und zu 70 % Wärme schafft? <v UU>Was soll daran Zukunft sein, liebe Kolleginnen und Kollegen? Deswegen bin ich dankbar, dass wir <v UU>darüber gar nicht diskutieren wollen. Wir wollen über die Frage <v UU>diskutieren: Was müssen wir tun, damit die Mobilität der Zukunft <v UU>funktionieren wird? Jetzt gucke ich mal, ob ich Oliver <v UU>Lottke sehe ‑ jetzt gerade nicht. Oliver Lottke hat mir gestern <v UU>gezeigt, er hat ein Elektroauto, und er hat einen guten Stromanbieter. Er hat mir gestern oder vorgestern gezeigt, dass er für das Laden des Autos sogar noch einen Cent <v UU>zurückbekommen hat. Ich glaube, dass uns das bewusst sein muss und dass wir das viel zu wenig verkaufen, dass die <v UU>Energiekosten, die Stromkosten ein ganz entscheidender Aspekt für die <v UU>Frage der Akzeptanz von Elektromobilität sind. <v UU>Es geht nicht nur um den Kaufpreis ‑ um den geht es auch ‑, sondern vor <v UU>allen Dingen auch um die Betriebskosten. <v UU>Es reicht nicht, nur darüber diskutieren, ob die Reichweite ausreicht. Wir müssen auch über die Kosten reden. Deswegen muss der Strom, der künftig sozusagen Ursprung der Mobilität ist, günstiger werden. Dafür werbe ich sehr; das machen wir in dieser <v UU>Landesregierung übrigens gemeinsam. Er muss günstiger werden, weil Modelle wie Energy Sharing funktionieren. Er muss günstiger werden, weil der Ausbau der Erneuerbaren funktionieren. Und er muss günstiger werden, weil der Strompreis von den Netzentgelten entlastet wird. Strom muss eine günstige Alternative sein. Dafür müssen wir sorgen. Ich würde mich freuen, wenn wir das <v UU>gemeinsam täten. Wir müssen bidirektionales Laden auf <v UU>den Weg bringen. Dann ist es plötzlich sozusagen ein <v UU>Geschäft, ein Auto anschließen und laden zu können. <v UU>Wir sehen also die Lösung. Deswegen sollten wir nicht darüber <v UU>debattieren, noch länger am Verbrenner festzuhalten. <v UU>Vielmehr sollten gerade wir im Automobilland Niedersachsen ‑ an <v UU>vielen niedersächsischen Standorten werden Elektrofahrzeuge gebaut ‑ gemeinsam die Rahmenbedingungen für Innovationen schaffen und die <v UU>Zukunftsperspektiven für den Nutzer deutlich machen. Der Nutzer hat alle Chancen der Welt. Er kann heute hervorragende Verbrennerfahrzeuge kaufen, <v UU>auch von Volkswagen. Wir sind leider im Moment in einer echten Delle; das muss man sagen. Wir werden im nächsten und im übernächsten Jahr wieder attraktive, günstigere Fahrzeuge <v UU>von Volkswagen haben. Wir sollten die Zeit nutzen, um uns <v UU>vorzubereiten und die Infrastruktur auszubauen. <v UU>Wir brauchen Preise, die die Elektromobilität attraktiv und die <v UU>Zukunft von Volkswagen sicher machen. Ich würde mir wünschen, dass wir das <v UU>gemeinsam erarbeiten.
