Miriam Staudte
Managementpläne aufstellen und die reguläre Bejagung des Wolfes in Niedersachsen ab Juli 2026 ermöglichen!
Dann noch zum Thema Jungwölfe: Es ist gerade der Eindruck erweckt worden, wir würden keine Jungwolfbejagung zulassen. Das stimmt nicht. Wenn ein schadstiftendes Rudel insgesamt entnommen wird, sind darunter eine ganze Menge Jungwölfe, sogar mehr als adulte Tiere. Insofern kombinieren wir Bestandsregulierung und Rissmanagement. Zum Thema Hessen, sehr geehrter Herr Mohrmann: Es stimmt, Hessen hat einen solchen Plan herausgegeben: 40 % der Jungwölfe sollen entnommen werden. Jetzt googeln Sie mal, wie viele Wölfe es in Hessen gibt! Es geht um zwei Jungwölfe, die pro Jahr entnommen werden können. Sollen wir uns jetzt daran orientieren? Wir werden viel mehr Jungwölfe durch den Ansatz der Interventionsgebiete entnehmen können. ‑ Ja, okay, das war halt ein schlechtes Beispiel, Herr Mohrmann. Dann möchte ich noch etwas sagen. Es wurde dargestellt, dass wir uns beim Thema Schnellabschüsse auf einen 3‑km-Radius beschränken würden. Auch das stimmt nicht. Nach einem Rissgeschehen wird in einem Automatismus damit es sehr schnell geht die Bejagung in allen Revieren freigegeben, die von dem 3‑km-Radius angeschnitten werden. Aber dieses Gebiet kann im Nachgang mit den unteren Jagdbehörden sofort erweitert werden, wenn das Sinn macht. Das ist unterschiedlich zu beurteilen. Nehmen wir die Wesermarsch. Dort gibt es vielleicht nur einen Wolf im Landkreis. Da kann man den Radius natürlich sehr groß fassen, weil man den Richtigen erwischt. In einem anderen Landkreis gibt es vielleicht wie bei mir zu Hause vier Rudel. Wenn man da einen 20‑km-Radius wählt, erwischt man irgendeinen Wolf, aber nicht den schadstiftenden. Deswegen ist diese Herangehensweise nachvollziehbar. Das wurde im Dialogforum auch intensiv erläutert. Unterm Strich: Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen. Ich glaube auch, dass Sie eigentlich besser Bescheid wissen, was hier geplant wird. Niedersachsen geht absolut voran. Und das ist die entscheidende Frage beim Thema Wolfsentnahme die Zahl, die das Umweltministerium vorgegeben hat 27 adulte Tiere, ist wirklich das Maximum, weil wir sicherstellen müssen, dass es genügend Rudel gibt, die reproduktiv sind und an den Bund gemeldet werden können. Denn wir dürfen den guten Schutzstatus nicht verlieren. 27 adulte Wölfe plus Jungwölfe - das ist definitiv schon ein großer Schritt. So weit sind wir in den letzten Jahren nicht gewesen. Vielen Dank. Darf ich das als Zwischenfrage werten? Frau Staudte, lassen Sie sie noch zu? Ja.
