Martina Machulla
Das juristische Staatsexamen digitalisiert - dem Zeitalter von Nachwuchsjuristinnen und Nachwuchsjuristen gerecht werden
Frau Machulla, bitte schön! Sie haben anderthalb Minuten. Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Frau Camuz, zum einen verbitte ich mir die Unterstellung, ich hätte Ihren Antrag nicht gelesen. Das tue ich schon. Zum Zweiten frage ich mich, wie Sie ein Erstes Juristisches Staatsexamen beurteilen wollen. Ich habe zwei davon. Zum Dritten zu dem Vorschlag, mit anderen Bundesländern an der Stelle zu kooperieren und Rücksprache zu halten, wie die ihre Themen umsetzen. Sie waren tatsächlich erheblich schneller, obwohl wir als CDU im Bund noch unter Angela Merkel überhaupt dafür Sorge getragen haben, dass eine digitale Prüfung möglich ist. Warum fragen wir diese Bundesländer nicht, wie die das machen, anstatt hier selber wieder in eigener Aktion loszurennen? Denn es dürfte deutlich schneller gehen, wenn man sich mal von erfahrenen Leuten, die die Kinderkrankheiten bereits ausgemerzt haben, Anregungen holt. Man muss nicht alles wieder von vorne anfangen und das Rad neu erfinden. Von daher: Wir unterstützen das E‑Examen. Wir haben es im Jahr 2021 im Bund auf den Weg gebracht. Wir sind in der Tat hier in Niedersachsen bisher nicht damit zurande gekommen, das auf den Weg zu bringen. Insoweit ist es sicherlich gut, das jetzt zu tun. Aber dann lassen Sie uns das pragmatisch tun auf eine Art und Weise, die tatsächlich eine schnelle, effektive und komplette Umsetzung möglich macht!
