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Christian Schroeder

GRÜNE 22.05.2025 3:25 min Tagungsabschnitte 19/25

Wie ist die Wiederbewaldung des Harzes geplant?

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Frau Ministerin! „Wie ist die Wiederbewaldung des Harzes geplant?" Bei der Vorstellung des letzten Geschäftsberichtes der Niedersächsischen Landesforsten (NLF) erwähnte deren Präsident die „Fortschritte bei der Wiederbewaldung des Harzes und beim klimaangepassten Waldumbau". Die im Harz durchgeführten und geplanten Maßnahmen der Wiederbewaldung und des Waldumbaus sollen die ökologischen Funktionen der Wälder sichern. Einen Moment, bitte! Auch der Harz ist doch uns allen eine Herzensangelegenheit. Gespräche bitte in die Cafeteria verlegen! Es stört wirklich außerordentlich, weil die Akustik dieses Plenarsaals einfach so gut ist. Wir hören von hier wirklich bilaterale Gespräche unten. - Danke. Vielen Dank, Frau Präsidentin. Ihre Bedeutung für die Erholung der Menschen soll erhalten und gleichzeitig ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels gestärkt werden. Darüber hinaus gewährleisteten stabile und artenreiche Wälder die Wertschöpfung im ländlichen Raum als Arbeitsplatz und als Lieferant des nachhaltigen Rohstoffs Holz. Laut dem Präsidenten der NLF stünden „die Gewinne der letzten Jahre ... deshalb in Rücklagen für die Wiederbewaldung und den Waldumbau zur Verfügung und kommen damit dem Wald der Zukunft zugute." Nach Jahrhunderten, in denen der Harz durch standortfremde Fichtenreinbestände geprägt war, geht es nun darum, die ursprüngliche Baumartenvielfalt der Wälder wiederherzustellen. Im Mittelpunkt des Waldumbauprogramms Harz steht somit die Umwandlung von Flächen mit bisher einfach strukturierten Fichtenbeständen hin zu naturnahen, laubwalddominierten Bergmischwäldern. Bereits in den 1990er-Jahren wurde mit dem ersten Walderneuerungsprogramm im Harz die Grundlage für einen nachhaltigen Waldumbau geschaffen. Die NLF haben diesen Weg fortgesetzt und über die Jahre zum Aufbau stabilerer Waldstrukturen in Teilen des Harzes beigetragen. Durch die Ereignisse der vergangenen Jahre insbesondere die Kombination von Sturm, anhaltender Dürre und massivem Borkenkäferbefall hat sich der Handlungsdruck seit 2018 nochmals deutlich erhöht. Im Landeswald ist mittlerweile die Mehrzahl der ehemaligen Fichtenbestände abgestorben. Die Schäden beschleunigen einerseits den Baumartenwechsel, andererseits ist mit dem flächigen Verlust der Fichtenbestände auch ein Rückgang des Nahrungsangebots für Borkenkäfer verbunden. Nach Einschätzung der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt sind absehbar keine Massenvermehrungen der Fichtenborkenkäfer, wie in den letzten Jahren, zu erwarten. 1. Das Wiederbewaldungsprogramm für den Harz zielt auf einen Baumartenwechsel ab. Wie soll die Baumartenzusammensetzung auf Flächen der NLF im geologischen Harz in der nächsten Waldgeneration aussehen? 2. In welchem Zeitraum soll das Wiederbewaldungsprogramm für den Harz umgesetzt werden, und welche Finanzmittel stehen aus unterschiedlichen Quellen für die Umsetzung zur Verfügung? 3. In welchem Verhältnis steht das Wiederbewaldungsprogramm Harz zum gültigen Regierungsprogramm LÖWEplus von 1991? Danke schön. Vielen Dank. - Für die Landesregierung antwortet die Forstministerin.

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