Christoph Willeke
Managementpläne aufstellen und die reguläre Bejagung des Wolfes in Niedersachsen ab Juli 2026 ermöglichen!
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr verehrte Kolleginnen und Kollegen! Der vorliegende Antrag der AfD handelt davon, dass man den Managementplan auf der Kreisebene, also bei den Kommunen, ansiedeln soll. Ich glaube, wir waren uns sogar mit den Kolleginnen und Kollegen von der CDU relativ einig, dass es praktisch gewesen wäre, wenn wir konkrete Zahlen aus Berlin gehabt hätten, wie viele Wölfe wir entnehmen dürfen, damit wir das nicht auf Länderebene koordinieren müssen. Jetzt kommt die AfD mit dem Vorschlag, dass man das auf Kreisebene macht, es bei den Kommunen ansiedelt. Das ist mutig. Sie sagen, das soll nur gelten, wenn das Land das nicht macht. In Ihrem Antrag kommt das ein bisschen anders rüber. Darin steht nämlich: „Mithin sind die unteren Jagdbehörden zur Aufstellung von revierübergreifenden Managementplänen zur Bejagung des Wolfes befähigt und geeignet." Das ist mutig, maximal mutig. Normalerweise würde ich sagen: Mut ist eine schöne Eigenschaft. Aber an dieser Stelle halte ich das für maximal schlecht und fachlich einfach daneben. Denn der Managementplan regelt ja nicht die Vollstreckung vor Ort. Die Vor-Ort-Vollstreckung da würde ich absolut recht geben muss vor Ort angesiedelt sein. Da müssen natürlich die Kreise mit eingebunden sein, in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer, die das Rissgeschehen feststellt, etc. Aber das Management der Wolfspopulation das ist immer noch eine geschützte Art kann ein Landkreis nicht leisten. Das ist völlig daneben. Der Antrag ergibt daher für mich, ehrlich gesagt, keinen Sinn. Damit könnte ich für heute eigentlich schon genug geredet haben. Ich möchte aber noch zwei Sachen sagen. Eine Sache zum Managementplan, die wir auch schon wissen: Wir in Niedersachsen wollen einen besonderen Schwerpunkt auf die Entnahme ganzer Schadrudel legen. Das halte ich für einen ganz wichtigen Punkt. 55 % der Nutztierrisse entstehen aus nur sechs Rudeln in Niedersachsen. Wenn wir diesen Rudeln das Handwerk legen so muss man das ja sagen, dann haben wir nur noch weniger als die Hälfte der Nutztierrisse in Niedersachsen. Von daher ist das eine ganz wichtige Säule. Ich bin froh, dass wir da entsprechend weitermachen. Ja, der Zeitplan ist ambitioniert. Das möchte ich an dieser Stelle gerne zugeben. Aber verlassen Sie sich auf Ihre Landesregierung! Wir werden bis zur Jagdzeit einen Managementplan vorlegen. Vielen Dank. Gerade noch während der Rede!
