Jessica Miriam Schülke
Wissenschaftsstandort Niedersachsen - wie wird sich die Forschungslandschaft weiterentwickeln?
Sehr geehrte Frau Präsidentin! <v UU>Werte Herren und Damen! Sehr geehrter Herr Minister Mohrs! <v UU>Letztes Jahr hat der Haushalt des Ministeriums für Wissenschaft und <v UU>Kultur aus dem Börsengang der Porsche AG eine Sonderdividende von beinahe <v UU>580 Millionen Euro erhalten, die auf fünf Jahre verteilt den Hochschulen <v UU>zufließen sollen. Die entscheidende Frage wird sein, ob <v UU>diese Summe eine ergiebige Investition in das niedersächsische <v UU>Hochschulwesen sein wird oder eine Geldberieselung für ein buntes <v UU>Feuerwerk an Ideen - hier etwas Öko-Wirtschaftswende, da ein paar <v UU>digitale Modethemen, alles irgendwie passend in <v UU>eine rot-grüne Transformationsagenda. Der Wissenschaftsstandort <v UU>Niedersachsen hat unter den letzten Landesregierungen sehr gelitten. Im Ranking der deutschen Hochschulen <v UU>schafft die Universität Göttingen den zehnten Platz. <v UU>Gleichzeitig scheiterte Göttingen im letzten Jahr mit allen fünf <v UU>Antragsskizzen in der dritten Runde der Exzellenzinitiative des Bundes <v UU>und der Länder - und das an einer Universität, die aufgrund ihrer <v UU>vielen Nobelpreisträger einmal als „Nobelpreiswunder“ galt. Geld allein macht <v UU>noch keine Spitzenforschung. Der Börsengang der Porsche AG hat <v UU>zwar finanzielle Mittel freigesetzt, aber das allein <v UU>löst nicht unsere Probleme. Wir wünschen uns Qualität statt <v UU>Quantität, Klasse statt Masse. Deshalb habe ich Sie, Herr Minister <v UU>Mohrs, zu verschiedenen Fragen um Aufklärung gebeten. <v UU>Unsere Hochschulen müssen Stätten der Spitzenforschung und des exzellenten <v UU>Nachwuchses sein. Zukunftsweisend sind natürlich <v UU>Investitionen, die auch einen wissenschaftlichen und <v UU>wirtschaftlichen Ertragsnutzen haben. Zukunftsweisend wäre eine Förderung <v UU>der MINT-Studienfächer, aber die kommen in meiner ersten Betrachtung <v UU>des Vorschlagskatalogs nur am Rande vor. <v UU>Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: ein Rückgang der <v UU>Studienanfänger beispielsweise in den Fachbereichen Maschinenbau und <v UU>Wirtschaftsingenieurwesen um 30 % - bei gleichzeitigem Anstieg zum <v UU>Beispiel in den Fächern Psychologie und Sozialwissenschaften. Die Tatsache, dass uns bis zum Jahr <v UU>2026 voraussichtlich 100 000 Ingenieure fehlen werden, sollte alle <v UU>Alarmglocken läuten lassen. Denn immer mehr Top-Akademiker <v UU>wandern aus Deutschland ab, weil sie im Ausland bessere Forschungs- und <v UU>Verdienstmöglichkeiten haben und eine bessere Lebensqualität. Und mit ihnen gehen deutsche <v UU>Unternehmen, die hierzulande wegen der Kosten der rot-grünen <v UU>Transformation keine geeigneten Produktionsbedingungen mehr finden. Die halbe Milliarde des Programms <v UU>zukunft. niedersachsen wäre besser in einem langfristigen Fonds angelegt, <v UU>aus dem heraus messbare Spitzenleistungen resultieren. <v UU>Frau Viehoff, nehmen Sie sich Nobelpreise als Maßstab, gerne auch <v UU>die Zahl der Exzellenzcluster, gerne auch den ableitbaren ökonomischen <v UU>Wert der zu leistenden Forschungen. Es gilt, Leistungsfähigkeit über <v UU>Ideologie zu stellen. Die AfD fordert Sie auf, sehr <v UU>geehrter Herr Minister Mohrs, kein Strohfeuer zu zünden, welches die <v UU>Investitionsmittel binnen weniger Jahre aufzehrt und für die <v UU>Wissenschaft keinen ersichtlichen Mehrwert erzielt. <v UU>Vielen Dank.
