Constantin Grosch
Wie steht es um die Inklusion im Bildungswesen?
Sie haben eine Restredezeit von knapp zwei Minuten. Vielen Dank, Herr Präsident. Ich werde diese Zeit gar nicht vollständig benötigen. Ich wollte mich eigentlich gar nicht zu Wort melden. Aber hier sind ein, zwei Dinge vor allen Dingen von der rechte Seite gefallen, die man so einfach nicht stehen lassen kann. ‑ Nein, es braucht nicht mehr Rechte, vor allen Dingen keine Rechten wie Sie, sondern wir brauchen mehr Menschen, die überhaupt ein Verständnis dafür entwickeln, dass es keine Normmenschen und Normkinder gibt, sondern dass wir über Individuen sprechen, die alle ihre eigene Komplexität mitbringen. Deswegen ist es selbstverständlich, dass der Prozess der Inklusion wenn Sie sich damit auseinandersetzen würden, dann würden Sie auch verstehen, dass es darum geht, dass sich ein System anzupassen hat und nicht einzelne Menschen eine hohe Komplexität hat, sodass es sehr unterschiedliche Unterstützungsformen und unterschiedliche systematische Antworten braucht. Deswegen ist es richtig, dass die Landesregierung und alle demokratischen Parteien hier in den letzten Jahren gemeinsam verschiedenste Möglichkeiten gefunden haben, um die Inklusion zu realisieren. Dass Sie etwas dagegen haben, ist, ehrlich gesagt, nicht neu. Denn Sie als Partei fallen immer wieder mit Behindertenfeindlichkeit, mit Exklusion und damit auf, dass Sie immer die Möglichkeit suchen, Menschen auszugrenzen, statt sie in unsere Mitte zu nehmen. Deswegen möchte ich Ihnen eines sagen: Wenn Sie sich hier als eine Partei aufstellen, die meint, tatsächlich etwas für die Bildung zu realisieren, dann muss man Ihnen entgegenhalten: Genau das Gegenteil ist der Fall. Sie versuchen, Menschen von Bildung fernzuhalten. Wir machen das Gegenteil: Wir holen die Menschen in die Mitte. Danke.
