Julia Willie Hamburg
Entwicklungsmöglichkeiten durch mehr Freiräume - Schulen zukunftsfähig aufstellen, Beteiligte entlasten
in Niedersachsen. Sie ermöglicht eine Förderung, die auch Schulkindergärten für sich beanspruchen. Ich möchte auch noch einmal deutlich sagen, dass „Freiräume schaffen“ nicht „Regellosigkeit“ bedeutet. Auch das zu betonen, ist mir sehr wichtig. Es geht hier darum, dass man die Möglichkeiten schafft, auf bestimmte Klassen, auf bestimmte Lerngruppen einzugehen und fächerübergreifend zu arbeiten. Natürlich müssen trotzdem Leistungen erbracht werden, und natürlich gibt es Leistungsniveaus, an denen sich alle Schülerinnen und Schüler messen lassen müssen. Und das ist natürlich auch richtig so, weil es gerade nicht darum geht, Leistung abzuschaffen. - Frau Ramdor, ich finde es wirklich schade, dass Sie sagen, wir würden uns damit vom Leistungsgedanken verabschieden, und damit negieren, was viele Schulen uns in Niedersachsen und bundesweit zeigen, nämlich, dass genau solche Freiräume am Ende Spitzenleistungen hervorbringen, und das aus gutem Grund. Liebe Kolleginnen und Kollegen, es geht uns an der Stelle auch um das Ermöglichen und nicht um das Verordnen dieser Freiräume. Wir erleben viele Schulen. Wenn ich vor Ort bin, Frau Ramdor, dann erkenne ich, dass das tatsächlich viele Schulen beschäftigt, die sagen: Wir finden mit den jetzigen Vorgaben nicht die richtigen Rezepte für unsere Schülerinnen und Schüler und für die Zukunft. - Und deswegen freuen sie sich auf diesen Freiräume-Prozess und haben auch unsere Broschüre zum Thema Freiräume dankend angenommen und sich jetzt auf den Weg gemacht, um ihre eigenen Schulkonzepte weiterentwickeln. Im Übrigen motiviert das die Lehrkräfte auch noch einmal ganz besonders, liebe Kolleginnen und Kollegen, weil sie endlich wieder pädagogisch herausgefordert werden und ihre Probleme lösen können, weil sie endlich Handlungen ermöglicht bekommen, die sie lange Zeit nicht ermöglicht bekommen haben. Insofern freuen sie sich darüber, wenn das weitergeht und sie künftig noch mehr Freiräume erhalten. Frau Ramdor, weil es auch Sie sehr beschäftigt hat, möchte ich noch einen Satz zu den Anrechnungsstunden sagen. Die Anrechnungsstunden, die wir jetzt ausgeschrieben haben, sind die aus dem Modellprojekt „Zukunftsschule“. Es handelt sich dabei, seitdem es dieses Modellprojekt gibt, um 128 Stunden. Das ist eine überschaubare Anzahl an Anrechnungsstunden. Wir haben genau, wie Sie es sagen, gesagt: Wir müssen damit verantwortungsvoll umgehen, und deswegen sortieren wir sie künftig nach Hospitationen und Hospitationswünschen und verteilen sie eben nicht mehr mit der Gießkanne, sondern im Zuge des Engagements in diesem Freiräume-Prozess. Das, liebe Kolleginnen und Kollegen, ist verantwortungsvoller Umgang mit Anrechnungsstunden. Deswegen hoffe ich, dass ich insoweit Ihre Sorgen ausräumen konnte. Vielen Dank.
