Christian Meyer
Umweltbelastungen des UNESCO-Welterbe Wattenmeer durch das LNG-Terminal Wilhelmshaven?
Vizepräsident Marcus Bosse: Vielen Dank. - Herr Minister Meyer wird antworten. Christian Meyer, Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz: Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Da es sich bei der Gemeinde Sande um die Wohnortgemeinde des Wirtschaftsministers handelt, sind wir in engem Kontakt - wie natürlich auch bei anderen Projekten. Natürlich unterstützen wir die Transformation zum Einsatz des grünen Wasserstoffs das haben wir Ihnen berichtet über die verschiedenen IPCEI-Projekte. Es geht um die Anlandung von grünem Wasserstoff, was ja auch in Wilhelmshaven erfolgen soll. Wir wollen das TES-Terminal an Land so schnell wie möglich realisieren, um dort eine grüne Produktion zu ermöglichen. Dort würde die Regasifizierung mit einem anderen Verfahren erfolgen, bei dem man ohne Chlor auskommt. Man könnte die anfallende Wärme nutzen. Daher begrüßen wir als Landesregierung es sehr, dass sich dort ein grüner Industriepark etabliert, weil Wilhelmshaven zur Hochburg der erneuerbaren Energien und eines grünen Wasserstoff-Methan-Ammoniak-Zentrums werden soll. Ich habe viele, viele Begriffe kennengelernt. BP plant im Raum Wilhelmshaven einen großen Ammoniak-Cracker und möchte dafür die Unterstützung durch die Landesregierung haben. Aus dem Ammoniak, das per Schiff dort angelandet wird, soll grüner Wasserstoff hergestellt werden. In Niedersachsen gibt es Industriebetriebe, die sich darüber freuen. Niedersachsen steht in der Hinsicht beim Klimaschutz weit vorn. Wir unterstützen das mit verschiedenen Fördermitteln aus verschiedenen Fördertöpfen. Wir unterstützen das z. B. auch über die Taskforce Energiewende, wo ein eigener Bereich „Transformation der Industrie“ vorgesehen ist. Deshalb unterstützen wir auch bei Genehmigungsverfahren solche Projekte, um die Industrie in Niedersachsen zu halten und um sie zukunftssicher und klimagerecht zu machen. (Beifall bei den GRÜNEN und Zustimmung bei der SPD) Vizepräsident Marcus Bosse: Vielen Dank, Herr Minister Meyer.
