Miriam Staudte
Tierhaltung im Transformationsprozess: Was tut die Niedersächsische Landesregierung für die Landwirtschaft und gegen Versorgungsengpässe?
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Schröder, vielen Dank für die Frage. Sie gibt mir die Möglichkeit, die Selbstversorgungsgrade, über die wir ja gerne bei tierischen Produkten diskutieren und die dort meistens bei 100 % oder sogar darüber sind, noch einmal ins Verhältnis zu setzen. Bei Obst und Gemüse sind sie deutlich geringer. Bei Gemüse sind wir ungefähr bei 35 %, bei Obst nur bei 19,5 % ungefähr. Das macht deutlich, dass wir da sehr große Abhängigkeiten haben. Nun haben wir gesehen, dass leider auch der Konsum dieser gesunden Produkte in dieser Preiskrise, unter der alle leiden, zurückgegangen ist. Aber was mich auch besorgt hat, waren Nachrichten wie z. B. aus den Niederlanden, wo gesagt wurde: Das Gas ist so teuer, wie beheizen unsere Gewächshäuser nicht mehr, weil wir mit dem Verkauf dieses Gases mehr Geld verdienen können als mit Salatköpfen, die dann vielleicht hierher transportiert werden. Insofern glaube ich, dass es auch wichtig ist, sich mit der Frage der Versorgungssicherheit von Obst und Gemüse genauer zu beschäftigen. Das ist natürlich sehr stark zu differenzieren. Ich glaube, bei Tomaten sind es nur 3,4 % und bei Weiß- und Rotkohl deutlich über 100 %. Aber diese Fragen müssen wir noch stärker in den Fokus rücken. (Beifall bei den GRÜNEN)
