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Alfred Dannenberg

AfD 11.09.2025 2:36 min Tagungsabschnitte 19/27

Wirtschaftsdünger und Reststoffe sinnvoll energetisch verwerten

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Biogasanlagen haben in den letzten rund 20 Jahren beachtliche Wertschöpfung in den ländlichen Raum gebracht, und sie können sich angesichts eines immer größeren Anteils von Zappelstrom in unserem Netz damit rühmen, wetterunabhängige und grundlastfähige Energie zu liefern. Der von vielen Menschen als Vermaisung unserer Feldfluren empfundene verstärkte Maisanbau mag sicher eine Kehrseite dieser schönen Medaille sein. Wenngleich Mais die Pflanze ist, die in der Biogasanlage die höchste Energieausbeute bringt, ist eine gewisse Beimengung von Wirtschaftsdünger sinnvoll. Meist versteht man darunter Gülle, aber auch Mist, Kompost oder Erntereste. Man entnimmt ihm beim Umweg durch die Biogasanlage nur den Kohlenstoff; die düngenden Wirkstoffe aber bleiben erhalten. Wirtschaftsdünger setzt sowieso Methan frei. Das kann man dann auch in der Biogasanlage nutzen. Letztlich hilft dieser Weg mit, den Verbrauch von nicht erneuerbaren Energien zu reduzieren. So weit, so gut. Ein Wermutstropfen jedoch kam an mehreren Stellen der Expertenanhörung im Ausschuss zum Ausdruck: Wirtschaftsdünger ist leider deutlich weniger energiehaltig als Mais. Das bringt Nachteile mit sich: Erstens. Man karrt mehr Tonnage durch die Gegend und verbraucht somit wieder mehr Energie. Also sind geringe Transportwege dringend geboten. Am besten stammt der Wirtschaftsdünger dabei aus dem eigenen Betrieb. Zweitens. Wenn eine Biogasanlage zu mehr Wirtschaftsdünger wechselt, dann wird entweder ihre Leistung kleiner, oder sie muss vergrößert werden, um ihre Leistung zu halten. Auch das gilt es zu bedenken. Als größte Herausforderung wurde von mehreren Anzuhörenden herausgestellt, dass die Lagerung größerer Mengen Wirtschaftsdünger vor Ort ermöglicht werden muss. Es bedarf hier rechtlicher Anpassungen. Außerdem müssen bestehende Verwertungskonzepte Gültigkeit behalten, wenn der Baustein Wirtschaftsdünger hinzukommt. Schließlich gilt es auch zu beachten, dass Betriebe, die Wirtschaftsdünger abgeben und nach einiger Zeit daraus entstandenes Gärsubstrat zurückerhalten, nicht mit rechtlichen Verschärfungen belastet werden dürfen. Hier ist der Antrag der CDU-Fraktion konkreter gehalten, weshalb wir von der AfD-Fraktion diesen Antrag unterstützen und uns zu dem rot-grünen Antrag enthalten werden. Das mittlerweile immer abgedroschenere Wort „Klimaschutz" ist in vielen Anträgen leider viel zu oft enthalten; denn das können angesichts der vielen anderen Probleme in unserem Land immer weniger Leute noch hören. Dem Klima ist es eh egal, ob wir ein bisschen mehr oder ein bisschen weniger Wirtschaftsdünger durch die Biogasanlagen schieben. Aber vor dem Hintergrund der gegebenen Rahmenbedingungen kann es Sinn machen. Vielen Dank. Vielen Dank. - Aus der Fraktion der SPD hat nun das Wort: der Kollege Penno. Bitteschön!

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