landtag-niedersachsen.de ↗

Miriam Staudte

30.11.2022 1:56 min Tagungsabschnitte 19/2

Tierhaltung im Transformationsprozess: Was tut die Niedersächsische Landesregierung für die Landwirtschaft und gegen Versorgungsengpässe?

Miriam Staudte, Ministerin für Ernährung, Land- wirtschaft und Verbraucherschutz: Sehr geehrter Herr Moorkamp, bei dem Satz zu den Optimallösungen hatte ich vor allem das gesamte Thema „Kastenstand“ im Kopf. Denn dort hat man leider sehen müssen, was passiert, wenn keine Entscheidungen gefällt werden und wenn versucht wird, sozusagen ein Voranschreiten der Standards zu verhindern. Es gibt eine unglaublich große Unsicherheit gerade bei den sauenhaltenden Betrieben. Ich glaube, es ist notwendig, da stärker zu fördern, damit das freie Abferkeln zum Standard werden kann. Sehr bedauerlich ist, dass zwar - ich glaube, damals noch von Frau Klöckner - 300 Millionen Euro für diesen Umbau zur Verfügung gestellt worden sind, das Förderprogramm aber so gestrickt war, dass eigentlich niemand die Fördermittel in Anspruch nehmen konnte. Es ist, wie ich finde, eine ganz große Herausforderung, das, was man an Förderprogrammen erarbeitet, so zu gestalten, dass dieses Geld zügig und zielgerichtet eingesetzt werden können. Ansonsten zu den Stallbaulösungen: Da gibt es ja die verschiedenen Haltungsstufen. Natürlich finde ich die Haltungsstufen, die Auslauf und Frischluft etc. gewährleisten, am förderwürdigsten. In welche Richtung sie gehen, müssen die Betriebe aber letzten Endes selber entscheiden, das wird nicht vorgeschrieben. Natürlich muss sichergestellt sein, dass die Mindeststandards mit dem Tierschutzgesetz vereinbar sind. Aber die letztendliche Entscheidung treffen die Betriebe. Ich möchte allerdings an die Betriebe appellieren, zu bedenken, dass manches Mal der größere Schritt auf Dauer doch die sicherere Variante ist.

Rede ansehen ↗