Alfred Dannenberg
Überarbeitung des Tierschutzgesetzes: Wie steht die Landesregierung zu sogenannten Qualzuchten?
Wir von der AfD lehnen genau wie Sie von den Grünen, eine unseriöse, übertriebene Züchtung auf Merkmale ab, die dem Tier das Leben schwer machen. Das ist ganz wichtig, gleich vorauszuschicken. Dennoch immer dieser grüne Populismus. Ja, der Begriff Qualzucht ist so ein populistischer Begriff. Er ist nach meinen Recherchen wissenschaftlich nicht definiert und er ist auch kein tierschutzrechtlicher Begriff. Qualzucht klingt plakativ und unsachlich, nicht vorurteilsfrei und stigmatisierend. Der Begriff ist tatsächlich umgangssprachlich, Er ist negativ konnotiert und will den Leser Hörer lenken. Der Begriff Qualzucht könnte direkt von der Boulevardpresse stammen und ist in einem sachlichen Vortrag eigentlich fehl am Platz. Qualzucht unterstellt dem Züchter grundsätzlich etwas Negatives. Quälen beinhaltet eine bewusste Absicht, aber das hat ja gar kein seriöser Züchter im Sinn. Er möchte doch, dass seine Zucht gesund ist und erhalten bleibt. In den Augen der Juristen ist der Begriff Qualzucht sowieso ein Laienbegriff. Also bitte Vorsicht mit dem Einsatz eines solch populistischen Begriffes. Es ist auch gar nicht quantifiziert, wie viele Haustiere es tatsächlich sind, die angezündete, angezüchtete Leiden aufweisen. Es gibt keine Zahlen hierzu. Und die Grünen so bei Social Media sehen wir ja immer mehr Videos über vermeintlich niedliche Haustiere. Boah, das ist ja meine Datengrundlage. Wissen Sie, ob diese Videos überhaupt aus Deutschland stammen, also aus unserem Wirkbereich, ob die Videos nicht digital verändert sind? Da ist es wieder Ihr Politik machen nach Gefühlslage. Ich finde, wir müssen differenzieren und genau darauf schauen, ob ein Züchter ist mit der Ausprägung bestimmter Merkmale übertreibt oder nicht. Das erkennt der Tierarzt, wenn er die Welpen zur Routineuntersuchung vorgestellt bekommt. Ein seriöser Züchter geht dahin und die unseriösen Züchter, die auf problematische Zuchtziele hin züchten. Es wird immer schwarze Schafe geben, die sich unter dem Radar bewegen. Denen werden sie mit der beabsichtigten Änderung des Tierschutzgesetzes auch nicht beikommen. Da hilft vielmehr der Appell an die Menschen Haltet euch an seriöse Züchter, lasst euch die Papiere zeigen Und wenn ihr einen speziellen Rassehund wollt, sucht ihn euch über die einzelnen Rasseverbände. Denn ich sage es noch mal Wir von der AfD lehnen genau wie Sie von den Grünen, eine unseriöse, übertriebene Züchtung auf Merkmale ab, die dem Tier das Leben schwer machen. Aber Paragraf elf b des Tierschutzgesetzes reicht in seiner bestehenden Form schon aus, um die unseriösen Züchter klar zu adressieren. Herr Dannenberg, holen Sie mal kurz Luft. Es gibt den Bedarf nach einer Zwischenfrage, die in der Aussprache ja erlaubt sind. Herr LEDdin möchte gerne. Genau. Ich würde gerne ausführen. Danke. Ja, Unklarheit bringt dagegen die im Wurf zur Änderung des Tierschutzgesetzes, dem Paragraph elf b beigefügte Liste von Symptomen. Denn viele der genannten Merkmale sind unbestimmt und nicht eindeutig. Zum Beispiel das Merkmal Haarlosigkeit. Was ist mit dem mexikanischen Nackthund? Mal davon abgesehen, dass er nicht komplett nackt ist, sondern biologisch gesehen nur eine haararme Haut hat. Es gibt ihn schon seit über 3500 Jahren. Alte Kultur Rasse hatte schon bei den Azteken einen Namen, der leidet nicht. Nächstes Merkmal Skelettanomalie. Wo fängt Skelettanomalie an? Wir hatten es gerade, ob zu groß, zu klein oder an anderer Stelle anders. Der Begriff Skelettanomalie kann dann immer für ein Zuchtverbot herangezogen werden. Mops oder Bulldogge mit platter Schnauze kriegen manchmal schwerlich Luft, Aber nicht jeder Hund zeigt diese Symptome. Also auch hier bitte keine Rasse komplett verteufeln. Es gibt die Neigung, den Wolf als STANDARD für den Haushund darzustellen. Jedoch keine andere Haustierrasse kommt in so vielen Variationen vor wie der Hund. Der Haushund ist kein zahmer Wolf und der Wolf ist kein kein wilder Haushund. Die sind alle schon sehr weit voneinander entfernt. Was bitte soll denn nun der Prototyp sein? Das ist eine ganz wichtige Frage. Also wenn Sie schon einen Merkmalskatalog wollen, dann müsste er aber bitte wissenschaftlich basiert und klar und eindeutig auslegbare Punkte beinhalten im Sinne eines echten Tierschutzes. Warum sprechen wir bis dahin nicht einfach von einem Paragraph elf B Tier? Klingt Ihnen das nicht reißerisch genug? Irgendwie riecht diese ganze Geschichte ein bisschen nach ihrer Zirkusnummer vom letzten Jahr. Kein Wunder, die in dem Gesetzentwurf nun auch erwähnt nach ihrem Feldzug gegen die Zirkustiere, die ja gar nicht mehr mit auf Tour gehen, kommt jetzt hoffentlich nicht der Feldzug mit schwammigen Kriterien gegen manche Haustierrassen. Und das alles katalysiert durch eine Amtstierärztin in Rente, die mit ihrem Qualzucht Evidenznetzwerk nicht immer nur Evidenzen bietet, sondern oft auch genau das Gegenteil. Wie ich schon zu Beginn meiner Rede sagte Grüne Populismus. Dankeschön.
