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Pascal Leddin

GRÜNE 11.09.2025 2:48 min Tagungsabschnitte 19/27

Wirtschaftsdünger und Reststoffe sinnvoll energetisch verwerten

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrter Herr Mohrmann, ich frage mich, wieso gerade Sie die zeitlichen Abläufe hier kritisiert haben, wenn Ihre Fraktion doch selbst dafür gestimmt hat, auf die Ergebnisse der Task-Force Energiewende zu warten. Aber das wissen wahrscheinlich nur Sie selbst. Wirtschaftsdünger - das klingt erst einmal nach Hochglanzbroschüre und Verwaltungssprache. Aber wir alle wissen: Gemeint sind Mist und Gülle. Jeder, der auf dem Land lebt, kennt deren Geruch irgendwoher. Ob beim Fahrradfahren zur Schule oder beim Spaziergang durchs Dorf: Gülle gehört einfach irgendwie dazu. Man kann sie nicht wegdiskutieren, man kann sie auch nicht wegparfümieren, aber man kann sie durchaus sinnvoll nutzen. Genau da liegt die Chance. Aus dem, was früher nur auf Feldern landete, kann heute in Biogasanlagen als Strom, Wärme und Biomethan gewonnen werden. Aus einem Dorfgeruch wird eine Dorfenergiequelle. Was im Stall anfällt, kann das Licht im Klassenzimmer anschalten, das Schwimmbad heizen oder die Straßenlaternen leuchten lassen. Biogasanlagen sind dabei wahre Alleskönner. Sie springen ein, wenn Sonne und Wind einmal Pause machen. Sie liefern Strom, Wärme und sogar Kraftstoffe. Und sie tun das regional, verlässlich und klimafreundlich. Gerade für unsere Kommunen sind sie ein wichtiger Partner, wenn es um die Wärmeplanung geht. Daher sind unsere Ziele klar: weniger Mais und dafür mehr Reststoffe. Mit Wirtschaftsdünger und Nebenprodukten verbessern wir die Klimabilanz der Betriebe, sparen wir wertvolle Flächen und Böden und halten wir die Wertschöpfung im ländlichen Raum. Die Landwirtinnen und Landwirte, die seit Jahrzehnten in Biogas, Wind- und Solarenergie investieren, zeigen: Klimaschutz wächst auch und vor allem auf unseren Dörfern. Darum setzen wir mit unserem Antrag auf drei große Schwerpunkte: Erstens. Wir wollen die Rahmenbedingungen verbessern - Genehmigungen vereinfachen, rechtliche Unsicherheiten bei der Lagerung von Gärresten klären und Biogasanlagen noch stärker in Wärmenetze einbinden. Zweitens. Wir wollen Kooperationen stärken - regionale Zusammenarbeit zwischen Höfen und Anlagenbetreibern fördern, Investitionsförderung prüfen und Innovation wie das NaProBio-Projekt voranbringen. Drittens. Wir wollen Wissen verbreiten - durch Monitoring, Forschung und Informationskampagnen, damit klar wird: Biogasanlagen sind nicht das Problem, sondern Teil der Lösung. Liebe Kolleginnen und Kollegen, in Biogasanlagen steckt noch viel Potenzial. Ich bin froh, dass wir mit der Task-Force Energiewende diese Potenziale immer weiter erschließen und Hürden abbauen. So gelingt die Energiewende direkt vor Ort. Vielen Dank. Vielen Dank. - Als Nächstes spricht aus der Fraktion

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