Miriam Staudte
Von Lootboxen zu problematischem Glücksspiel? Jugendschutz und Suchtprävention konsequent umsetzen und simuliertes Glücksspiel regulieren
unserer Ministerin für Ernährung, <v UU>Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Frau Staudte, Sie haben das Wort. <v UU>Bitte! Vielen Dank, Frau Präsidentin. <v UU>- Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! <v UU>Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um vor allem den regierungstragenden <v UU>Fraktionen für diesen Antrag zu danken. <v UU>Es wurde in einigen Redebeiträgen schon deutlich: Sicherlich mussten <v UU>sehr viele ‑ genau wie ich ‑ erst einmal googeln, was eine Lootbox <v UU>überhaupt ist. Insofern ist dieser Antrag, wie ich <v UU>finde, ein Beispiel und ein Beleg dafür, wie wichtig es ist, dass <v UU>unsere Parlamente auch mit Blick auf die Altersstruktur heterogen <v UU>zusammengesetzt sind. Insofern ganz herzlichen Dank an <v UU>unseren jüngsten Abgeordneten dafür, dass wir alle heute sehr viel <v UU>dazugelernt haben. Ich freue mich sehr auf die weitere <v UU>Beratung im Ausschuss. Wir als Landesregierung werden die Beratung ‑ mit einer Unterrichtung usw. ‑ natürlich konstruktiv begleiten. Und wir werden sicherlich auch den <v UU>Schulterschluss mit anderen Bundesländern suchen, um das, was auf <v UU>anderer Ebene geregelt werden muss, voranzutreiben. <v UU>Wir werden aber auch die Chancen nutzen, die wir haben, zum Beispiel <v UU>in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale ‑ Stichwort: <v UU>„Zielvereinbarungen“ etc. ‑, um hier für mehr Aufklärungsarbeit zu werben. Es geht um sehr viel Geld; das ist <v UU>schon angesprochen worden. 4,5 Milliarden Euro von den <v UU>5,5 Milliarden Euro, die insgesamt in der Branche umgesetzt werden, werden <v UU>bei diesen In-Game-Käufen ausgegeben. Ich glaube, dass wir alle wirklich <v UU>sehr gefordert sind, hier für mehr Transparenz zu sorgen. <v UU>Es kann nicht sein, dass im Supermarkt eine Pflicht besteht, bei <v UU>jedem Produkt den Kilopreis auszuzeichnen, aber in der Onlinewelt <v UU>diese Verschleierungsmethoden gang und gäbe sind. <v UU>Es ist vorhin dargestellt worden, wie mit diesen Game-Währungen agiert <v UU>wird, um gerade junge Menschen zu Käufen zu animieren, die sie <v UU>vielleicht gar nicht getätigt hätten, wenn sie die tatsächlichen <v UU>Gewinnchancen hätten einschätzen können. <v UU>Insofern ist es wirklich wichtig, nicht nur bei den Lootboxen, sondern <v UU>bei diesen Dark Patterns insgesamt gemeinsam vorzugehen. <v UU>Ich freue mich auch sehr, dass sich alle Fraktionen dem angeschlossen <v UU>haben, diesem Thema mehr Bedeutung zuzumessen. Es geht dabei sicherlich auch um <v UU>Aspekte, die in verschiedenen Ministerien bearbeitet werden müssen <v UU>- Verschuldungsproblematik etc. Aber ich glaube, wir alle sind uns <v UU>einig, dass wir auch sehr darauf achten müssen, was jungen Menschen <v UU>durch solche Mechanismen eigentlich vermittelt wird. <v UU>Wir reden immer sehr viel darüber, dass der Geldbeutel nicht über <v UU>Bildungschancen etc. entscheiden soll. <v UU>Aber dass wir bei solchen Spielen zulassen, dass der Geldbeutel <v UU>letztendlich darüber entscheidet, welche Erfolgschancen man hat, hat <v UU>mit Fairplay wirklich nichts mehr zu tun. <v UU>Insofern geht es nicht nur um Einzelaspekte wie <v UU>Verschuldungsproblematiken und die Möglichkeit, dass dort sozusagen <v UU>Süchte ‑ Spielsucht ‑ gefördert werden, sondern es geht auch um die <v UU>grundsätzliche Fragestellung, welche Werte wir <v UU>eigentlich vermitteln wollen. Insofern freue ich mich sehr auf die <v UU>Beratung im Ausschuss. Wie gesagt, wir alle werden uns dort <v UU>sehr konstruktiv einbringen.
