Christian Meyer
Wann ist mit einem aktiven Wolfsmanagement in Niedersachsen zu rechnen?
Die Antwort des Ministers auf die Zusatzfrage von Herrn Dannenberg ist jetzt an der Reihe. Bitte schön, Herr Minister! Vielen Dank. - Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es ist üblich, dass mehrere Proben genommen werden. In diesem Fall wurden fünf Proben genommen. Davon sind drei als eilbedürftig ins Senckenberg-Institut geschickt worden. Es erfolgte auch eine sehr schnelle Rückmeldung. Bei zwei Proben konnte dieser eine männliche Wolf identifiziert werden. Entschuldigung, Herr Minister. Ich glaube, die Probewarnung lenkt zu sehr ab. Vielleicht können die Kolleginnen und Kollegen, die ihre Handys nicht stummschalten können, kurz den Plenarsaal verlassen. ‑ Mein Handy ist jetzt auch ruhig. Einfach nur antippen, dann ist es ruhig. Fünf Proben wurden also genommen, drei Proben sind als eilbedürftig untersucht worden. Das ist das übliche Verfahren. Bei zwei Proben wurde dieser eine männliche Wolf identifiziert. Bei der dritten Probe ‑ das ist übrigens häufiger so; das musste ich mir auch erklären lassen ‑ konnte man zwar genetisch „Wolf“ identifizieren, aber man konnte keinen konkreten genetischen Code ermitteln, also keine Identifizierung vornehmen. Das sind ja keine DNA-Proben, wie man sie sonst üblicherweise nimmt. Unsere Fachleute nehmen von verletzten Weidetieren, beispielsweise bei Kehlbissen oder an anderen Stellen, entsprechende Proben. So wird das gemacht. Noch mehr Proben zu nehmen, würde nicht zu anderen Ergebnissen führen. Deshalb ist es das übliche Verfahren ‑ daran hat die Landesregierung nichts geändert ‑, dass man Schnellverfahren durchführt, um eine Individualisierung zu erhalten. Auch bei den Fällen, die Sie genannt haben, den neuen Rissen in der Umgebung, sind sofort Proben genommen und Eilproben eingeschickt worden. Wir hoffen, dass wir bald Ergebnisse haben. Wenn wir das Ergebnis haben, werden wir es veröffentlichen. Es könnte sein, dass man einen bestimmten Wolf zwei- oder dreimal erwischt. Das bleibt aber reine Spekulation. Auch dieses Abwarten erschwert Verfahren. Ich glaube, wir müssen davon wegkommen, ein einzelnes Problemtier identifizieren zu wollen. Ich habe im Ausschuss klargestellt: Es gibt eine Reihe von Problemrudeln, die mehr als acht Risse haben. Wir haben eine Karte vorgelegt. 90 % der Rudel sind völlig unauffällig, und ein paar Rudel haben die Voraussetzung. Sie haben vielleicht auch gelesen ‑ ich glaube, es stand gestern in der HAZ ‑, dass die Region Hannover eine Abschussgenehmigung prüft. Wir wissen, wie schwierig das ist. Unter den jetzigen Umständen muss das aber sein. Wir leisten Unterstützung, damit das rechtskonform ist. Wenn die Abschussgenehmigung notwendig ist, muss sie auch erteilt werden. Vielen Dank. - Die zweite Zusatzfrage der Fraktion der CDU
