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Daniela Behrens

SPD 04.03.2026 4:01 min Tagungsabschnitte 19/32

Landesaktionsplan Gute Geburt: Eine gesunde und gute Geburt für Mütter und Kinder sicherstellen

Vielen Dank. - Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordnete! Ich darf Sie alle ganz herzlich vom erkrankten Kollegen Philippi grüßen. Ich vertrete ihn gerne und fühle mich in der Tat dem Haus noch immer verbunden. Daher freue ich mich, dass ich in Stellvertretung von Herrn Dr. Philippi ein bisschen zu diesem Thema beitragen kann. Sehr geehrte Abgeordnete, die Geburt eines Kindes ist sicherlich das emotionalste Ereignis im Familienleben. Ein positives Geburtserlebnis beeinflusst den Verlauf der Kindheit, den Verlauf von Elternschaft und ist natürlich für die Förderung der Mutter-Kind-Bindung sehr wichtig. Der Entschließungsantrag enthält wichtige Forderungen für eine frauenzentrierte Schwangerschaftsbegleitung und interventionsarme Geburtshilfe. Denn die Forschung legt nahe, dass vor allem Gefühle von Respekt, von Geborgenheit und von Selbstbestimmung entscheidend für eine positive Geburtserfahrung sind. Die Geburtshilfe muss den Willen und die Wünsche der Frauen der Frauen! und Familien in den Fokus rücken und zudem selbstbestimmte und informierte Entscheidungen möglich machen. Jede Frau und jede Familie soll in der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett die Unterstützung erfahren, die sie braucht. In diesen Zeiten werden wichtige Weichen gestellt, die die körperliche und seelische Gesundheit der gesamten Familie nachhaltig beeinflussen. Auf Bundesebene das ist eben schon erwähnt worden haben wir seit 2024 einen nationalen Aktionsplan zur Umsetzung des Gesundheitsziels „Gesundheit rund um die Geburt". Hier möchten wir in Niedersachsen nachlegen und Fakten schaffen. Mit dem Aktionsplan werden wir in ein abgestimmtes und gemeinschaftliches Handeln kommen. Wir wollen einen Prozess in Gang setzen, an dem sich Teilnehmende auf lokaler, auf regionaler und auf Landesebene beteiligen - ein Prozess, der alle maßgeblichen Berufsfelder einbezieht. Dieser Prozess soll in diesem Jahr vernünftig laufen; dazu gab es ja eben schon Nachfragen. Wir werden mit dem Aktionsplan den konkreten Herausforderungen begegnen und dabei auf kurzfristige, aber auch auf langfristige und nachhaltige Veränderungen hinwirken. Ich will vier Bausteine nennen, damit das ein bisschen konkreter wird. Der erste Baustein ist das Thema Versorgungsstrukturen. Diese müssen in Niedersachsen flächendeckend sichergestellt sein. Dabei werden wir uns sicherlich vor allen Dingen mit der Sicherung in den ländlichen Regionen beschäftigen müssen. Der zweite Baustein sind Telemedizin und Rettungsdienst. Diese müssen auch in diesem Bereich mitgedacht werden. Der dritte Baustein ist das Thema Hebammen. Hebammen spielen als vertrauensvolle Begleiterinnen eine zentrale Rolle in der Geburtshilfe. Zur Sicherstellung der Versorgung möchten wir den Hebammenberuf stärken, und hierfür müssen wir die Rahmenbedingungen auf den Prüfstand stellen. Mit der Aufwertung des Hebammenberufes geht für uns in Niedersachsen auch die Implementierung des Hebammenkreißsaals einher. Einige gibt es schon in Niedersachsen, viele mehr sollen dazukommen, meine Damen und Herren. Und viertens: Das Thema Gesundheitskompetenz ist ein Schlüssel zur Selbstverantwortung in der Familie und in der Gesundheit. Familien brauchen Informationen, sonst können sie sich nicht gesundheitlich gut verhalten. Sie sollen in die Lage versetzt werden, selbstständig Entscheidungen zu treffen. Daher ist das Thema Gesundheitskompetenz, gerade auch im Bereich der verbesserten individuellen Gesundheit, sicherlich ein wesentliches Ziel für die Weiterentwicklung unseres gesamten Gesundheitssystems. Über all dem, meine Damen und Herren, muss natürlich das Thema Gesundheitsgerechtigkeit stehen. Gesundheitsgerechtigkeit bedeutet, dass wir einen guten Start ins Leben für alle in Niedersachsen für Kinder, für ihre Familien ermöglichen, und zwar unabhängig vom Wohnort und von der jeweiligen Lebenssituation. Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Frau Behrens, bevor Sie gehen ich wollte Sie nicht unterbrechen: Es gibt den Wunsch nach einer Zwischenfrage: von Herrn Holsten. Möchten Sie diese noch zulassen? Ja, natürlich, sehr gerne. Bitte, Herr Holsten! Ich freue mich auf eine Frage von Herrn Holsten.

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