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Ulf Prange

SPD 12.09.2025 1:50 min Tagungsabschnitte 19/27

Subsidiäre und korporative Kulturpolitik stärken - Bürgerkultur statt Soziokultur

Herr Kollege Prange wird antworten. Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Schülke, Vereinnahmung von Kultur durch Rot-Grün oder wen auch immer gibt es schlichtweg nicht. Das ist wieder solch eine Erzählung. Sie haben doch gerade eben bewiesen, wie Sie es machen: Sie vereinnahmen. Sie wollen entscheiden: Töpfchen gute Kultur, Töpfchen schlechte Kultur. Wir fördern Kultur in ihrer Breite. Das ist ja genau das, was es ausmacht. Wir wollen ja diese kritische Auseinandersetzung. Ehrlicherweise ist es für uns okay, wenn eine Kultureinrichtung auch mal den Finger in die Wunde legt. Das tun sie auch im demokratischen Spektrum. Davon können Sie ganz sicher ausgehen. Ich empfinde das eher als positive Kritik, damit ich Positionen vielleicht auch noch einmal überdenken kann. Sie haben Angst. Deswegen versuchen Sie, die Kultur, die Ihnen unliebsam ist und Ihnen den Spiegel vorhält, einzuschränken. Das ist, glaube ich, heute hier sehr deutlich geworden. Dass sich Verbände zu solch einem Antrag äußern oder vielleicht auch äußern müssen, ist doch selbstverständlich. Die lesen tatsächlich, was hier im Landtag auf der Tagesordnung steht, und setzen sich damit auseinander. Wenn Sie so etwas aufschreiben, dann können Sie sicher davon ausgehen, dass die sich dazu äußern. Das ist nicht von uns in irgendeiner Weise initiiert oder unterstützt. Das ist ja auch ihre Aufgabe. Da das natürlich Verbände sind, die sich für die Kultur einsetzen, stellen sie sich natürlich auch vor die Kultur und sind solidarisch miteinander. Das ist doch gut und positiv. Das ist ein Gesellschaftsbild, das sehr gut ist. Das, was Sie hier zeigen, ist, glaube ich, von vorgestern.

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