Thorsten Moriße
Wie gut ist das Land auf einen Katastrophenfall im neuen LNG-Terminal vorbereitet?
Thorsten Moriße (AfD): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Der Presse war zu entnehmen, dass die „Höegh Esperanza“ mit Kurs nach Wilhelmshaven unterwegs ist und in Kürze einlaufen wird. Sie soll in Wilhelmshaven als schwimmendes Erdgasterminal eingesetzt werden. Große Tanker werden in naher Zukunft an diesem Terminal regelmäßig Gas in Niedersachsen entladen. Derartige Tanker transportieren derzeit 125 000 bis 180 000 m³ Erdgas. Größere Schiffe mit bis zu 250 000 m³ werden derzeit entworfen. Meine Damen und Herren, jeder Umgang mit Erdgas birgt Gefahren, die durch die hier transportierte Menge die Möglichkeit einer großen Katastrophe beinhalten. In Texas explodierte in diesem Jahr eine Großanlage zur Produktion von Flüssigerdgas (LNG). Sie fällt jetzt für eine längere Zeit aus. Die Brandursache ist noch unklar. Ein vor Anker liegender LNG-Tanker wurde eilig in sichere Entfernung geschleppt. Die Nachricht von der Explosion führte zu einem Rückgang des Wertes einiger Papiere, mit denen sich Erdgas an der Börse handeln lässt; um etwa 6 %. Die Händler glauben offenbar: Das Verschiffen von Gas ist keine ungefährliche Sache. In der Bevölkerung führen diese Gefahren zu Sorgen. Wir fragen daher die Landesregierung: 1. Wer haftet für die Schäden im Falle einer Katastrophe am neuen LNG-Terminal? 2. Mit welchen Maßnahmen und Schulungen wurden die örtlichen Feuerwehren, das Havariekommando und andere im Falle einer Katastrophe beteiligte Kräfte auf eine solche vorbereitet? 3. Welche Schäden für den Naturpark Wattenmeer erwartet die Landesregierung
