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Olaf Lies

SPD 14.03.2024 2:28 min Tagungsabschnitte 19/14

Katastrophale Auswirkungen der beschädigten Huntebrücke in Elsfleth für die Region?

Vielen Dank, Frau Kollegin Beckmann. - Herr Minister, Sie haben das Wort. Bitte schön! Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Frau Beckmann, zum Ersten: Was machen wir in der Übergangszeit? - Die Brücke ist jetzt eine gewisse Zeit nicht nutzbar ist. Insofern geht es darum, eine Übergangslösung zu gewährleisten, nämlich durch eine zwischenzeitliche Nutzung von Infrastruktur in Bremen. An dieser Stelle darf ich mich noch einmal ganz besonders bei der Landeseisenbahnaufsicht bedanken. Es ging nämlich um die Frage, ob das, was in Brake schon nutzbar war, jetzt in einfacher Art und Weise einfach mal gemacht werden kann oder ob das in Bremen zu einem sehr aufwendigen Verfahren führt. Darauf gab auch sehr schnell eine schriftliche Antwort. Und das hat dazu geführt, dass man den Umschlag, der in der Übergangszeit ohne Brücke in Bremen notwendig ist, technisch auf ähnlich praktikable Art und Weise lösen kann. Der zweite Aspekt ist: Wenn es uns gelingt, Ende April die Brücke wiederaufzubauen, dann haben wir die volle Leistungsfähigkeit. Das ist ganz wichtig. Es sind sowohl die Traglast der Ersatzbrücke ‑ sodass man in gleicher Form Fahrzeuge drüberfahren lassen kann ‑ als auch die Elektrifizierung der Strecke gewährleistet. Zwischendurch gab es ja mal die Sorge, ob man die Elektrifizierung überhaupt aufbauen kann. Jetzt wird sie gerade von der Bestandsbrücke abmontiert und soll dann auf die Ersatzbrücke montiert werden, sodass auch die durchgängige Elektrifizierung der Strecke gegeben ist. Das wäre ansonsten wirklich ein Problem gewesen: Wenn man noch umspannen müsste, hätte man gerade für die Güterverkehre dort einen großen Aufwand. Ich will einmal anhand von Zahlen beschreiben, warum das so wichtig ist. Wir haben am Seehafen Brake Umschlagsmengen, die in Summe bei 2,6 Millionen t liegen - nur damit man mal ein Gefühl dafür hat. Bei Getreide sind es insgesamt 550.000 t, und 80 % davon werden über die Schiene transportiert. Das zeigt welche Bedeutung dieser Hafen hat. Bei Eisen und Stahl sind es 670.000 t, und die werden zu 100 % über die Bahn transportiert. Ähnlich ist es bei Holz und Zellulose, wo es 60 und 70 % sind. Das zeigt noch einmal diese Abhängigkeit, die wir ja auch immer beschreiben. Es geht also nicht nur um die seeseitige Anbindung, sondern kommt auch auf die Hafenhinterlandstrukturen an. Deswegen bin ich sehr dankbar dafür, dass wir in den Häfen, aber auch bei der Industrie in Nordenham ein Stück weit Ruhe haben, weil diese Anbindung in wenigen Wochen wieder gesichert ist. Vielen Dank. - Jetzt kommt die erste Frage aus der Fraktion der SPD, und zwar von der Kollegin Logemann.

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