Sophie Ramdor
Kindeswohlgefährdung durch "Original Play" untersagen - Pädophile in Kitas und Kindergärten stoppen!
Unsere Kinder verdienen es, in einer sicheren und behüteten Umgebung aufzuwachsen, frei von Gefahren und Gewalt. Wir als CDU-Fraktion lehnen jegliche Konzepte ab, die dem Kinderschutz widersprechen und bei denen fremde Personen in Kindertagesstätten engen körperlichen Kontakt zu Kindern erhalten. Der Schutz unserer Kinder in allen Einrichtungen erfordert aber mehr als das Setzen eines Verbotszeichens. Denn Kinderschutz endet nicht mit einem Verbot. Verbote sind nur sinnvoll, wenn sie in ein Gesamtkonzept eingebettet sind und auch überprüft werden, wie wir es in unserem Kinderschutzantrag fordern. Ansonsten bleibt ein Verbot in diesem wichtigen Thema nur Symbolpolitik, die mehr Schlagzeilen als Lösungen bietet. Kinderschutz kann nur wirksam und effizient sein, wenn er ganzheitlich gedacht wird. Eines unserer aktuellen Probleme ist es doch, dass es häufig voneinander gelöste Einzelmaßnahmen gibt, die nicht aufeinander abgestimmt sind und bei denen nicht mit, sondern nebeneinander gearbeitet wird. Kinder brauchen ein Umfeld, das sie schützt, und Fachkräfte, die für diesen Schutz geschult sind. Fachkräfte benötigen regelmäßige Weiter- und Fortbildung, um sicher im Umgang mit diesen sensiblen Themen zu sein. Es braucht Schutzkonzepte, die verpflichtend in allen Einrichtungen eingeführt werden, und nicht nur dies: Sie müssen dort auch gelebt werden. Und es braucht präventive Maßnahmen, die Risiken von Anfang an minimieren. Beratungsstellen, die Kitas bei der Entwicklung solcher Konzepte unterstützen, leisten eine unersetzliche Arbeit. Aber was hören wir denn immer wieder aus der Praxis? Diese Einrichtungen sind personell und finanziell nicht ausreichend ausgestattet. Absprachen zwischen verschiedenen Institutionen funktionieren nicht immer, und Informationen kommen nicht dort an, wo sie ankommen müssten. Das können wir uns nicht leisten, wenn wir die Sicherheit unserer Kinder gewährleisten wollen. Wenn wir den Kinderschutz ernsthaft stärken wollen, müssen wir hier ansetzen. Ein reines Verbot hilft uns nicht weiter. Deshalb haben wir als CDU-Fraktion einen umfassenden Kinderschutzantrag vorgelegt, der einen besseren Austausch zwischen den Akteuren im Kinderschutz vorsieht, der auf klare und rechtssichere Zuständigkeiten setzt und verpflichtende und einheitliche Standards zum Beispiel bei den Jugendämtern vorsieht, damit uns kein Kind verloren geht. Auch Eltern müssen stärker in den Kinderschutz eingebunden werden, etwa durch niedrigschwellige Beratungsangebote. Die wichtige Arbeit der Frühen Hilfen muss dabei ausgebaut und finanziell gestärkt werden, damit belastete Familien frühzeitig Unterstützung erhalten und Kinder in ihren prägendsten ersten Jahren nicht alleingelassen werden. Frau Ramdor, entschuldigen Sie! Einen Moment! - Es ist sehr laut hier. Es wäre sehr freundlich, wenn Sie das Gemurmel einstellen würden. - Danke. Kitas müssen stärkeren Zugang zu Netzwerken erhalten, um bei diesen Unsicherheiten schnell Unterstützung zu finden. Dies sind Punkte, die im Antrag der AfD vollständig fehlen. Meine Damen und Herren, der Antrag der AfD stellt pädagogische Fachkräfte pauschal unter Generalverdacht, weil er behauptet, dass „Original Play" in diesem Moment quasi flächendeckend unter der Aufsicht der Erzieherinnen und Erzieher angewandt wird. Dabei ist dies mit unseren Kinderschutzbestimmungen in Niedersachsen nicht erlaubt. Unsere Fachkräfte leisten tagtäglich eine herausragende Arbeit, die Respekt und Unterstützung verdient. Indem wir ihnen pauschal die Kompetenz absprechen, zerstören wir Vertrauen in die Menschen, die eine Schlüsselrolle für den Schutz unserer Kinder und für unsere Kinder und deren Bildung spielen. Stattdessen sollten wir daran arbeiten, sie bei ihrer wichtigen Aufgabe zu stärken. Kinderschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Unser Antrag mit 23 konkreten Punkten liegt vor, und die Beratung geht nächste Woche weiter. Der Schutz unserer Kinder verlangt durchdachte, aufeinander abgestimmte Maßnahmen, die über symbolische Verbote hinausgehen. Deshalb stellt ein einzelnes Verbot von „Original Play" und gleichgelagerten Ideen ohne Gesamtkonzept und ohne, dass es wirklich kontrolliert wird, keinen umfassenden und nachhaltigen Kinderschutz dar, sondern ist Symbolpolitik für die eigene Blase. Vielen Dank.
