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Miriam Staudte

30.11.2022 1:38 min Tagungsabschnitte 19/2

Tierhaltung im Transformationsprozess: Was tut die Niedersächsische Landesregierung für die Landwirtschaft und gegen Versorgungsengpässe?

Miriam Staudte, Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Vielen Dank, Frau Präsidentin. - Vielen Dank für die Frage. Erst einmal haben wir mit Kennzeichnungen oft gute Erfahrungen gemacht. Ein Beispiel: Durch die Haltungskennzeichnung bei Eiern ist sichergestellt, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher ganz schnell, in den wenigen Sekunden der Kaufentscheidung, erkennen können, unter welchen Haltungsbedingungen die Eier entstanden sind. Das lässt mich hoffen, dass auch eine Herkunftskennzeichnung durchaus Einfluss haben wird. Es kommt natürlich sehr auf die Ausgestaltung an: Wie schnell kann derjenige, der einkauft, seine Rückschlüsse ziehen, ohne sich vorher großartig informiert haben zu müssen? Aber sicherlich kann die Herkunftskennzeichnung nur ein Baustein des großen Themas Transformation der Landwirtschaft sein. Ich glaube, es ist auch wirklich wichtig, dass wir so etwas wie einen Tierwohlcent einführen oder die Mehrwertsteuer auf tierische Produkte erhöhen - das sind die beiden Vorschläge der Borchert-Kommission -, um mit den Erlösen den Umbau zu finanzieren. Die Tatsache, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher sagen, dass sie mehr Tierwohl wollen, gibt der Politik die Legitimation, die damit verbundenen Kosten auf die Produkte umzulegen. Damit wird sichergestellt, dass die Kosten des Umbaus, aber auch die Mehrkosten bei der Produktion getragen werden können.

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