Christoph Willeke
Wölfe attackieren Weidetiere bis in Siedlungen hinein: Wird die Landesregierung schnelle und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen?
Da dürfen Sie einfach klatschen. Das war auch genauso abgesprochen; also ich meine, der Minister hat nichts anderes gesagt. - Gerne. Nichtsdestotrotz darf man beim Bund an ein, zwei Stellen schon nachfragen, zum Beispiel, was denn damit gemeint ist, dass die Länder dafür mehr Geld aus der GAK aufnehmen sollen. Das sind Sachen, bei denen es sich der Bund ein bisschen einfach macht. Der Vorschlag des Drei-Säulen-Modells ist gut, den möchte ich ausdrücklich begrüßen. Aber es gibt den einen oder anderen zu hinterfragenden Punkt, und das hat auch der Umweltminister gesagt. Wenn wir zum Beispiel keine klare Länderzuteilung bei den Quoten haben, dann müssen sich die Länder untereinander abstimmen, wie viele Wölfe denn entnommen werden sollen. Das macht es für uns nicht gerade einfach. Ich bin beim Wolfsmanagement ja dabei, nur müsste man sich die Regelungstiefe vielleicht an der einen oder anderen Stelle noch mal angucken. Deswegen: Es gibt das Ja aus Niedersachsen, aber man darf dazu natürlich noch mal die eine oder andere Anmerkung machen. Mir bleibt dann eigentlich nur noch das Aufräumen mit einigen Aussagen. Erst mal: Natürlich sprechen wir mit den Leuten, und wir haben einen ganz hervorragenden Austausch mit der Landesjägerschaft und damit auch über das Wolfsmonitoring. Das ist eine großartige Arbeit, die hier geleistet wird. Der CDU-Kollege hat sich dafür schon bedankt, ich möchte das auch tun. Dann sprachen Sie von Insiderinformationen von Hegeringleitern, mit denen Sie gesprochen haben. Wir sprechen mit der Landesjägerschaft, die das Ganze zusammenbindet, die einen guten Überblick über die ganze Situation hat. Genau so muss das auch sein. Von daher haben wir hierzu die richtigen Informationen vorliegen, nach denen wir uns richten und auch handeln. Man hätte diese Gelegenheit heute natürlich nutzen können zum Großteil haben wir das auch gemacht, um über das zukünftige Management zu reden, anstatt am Anfang noch mal dermaßen zu emotionalisieren. Es ist richtig, dass das Ganze ein emotionales Thema ist. Aber den Leuten immer wieder zu sagen, dass sie Angst um ihre Kinder haben müssen - das möchte ich einfach mal zurückweisen. Es gibt eine Gefahr - Herr Willeke hat das Wort. Sie können gerne eine Zwischenfrage stellen, wenn Sie möchten. In Niedersachsen und in Deutschland gibt es immer wieder Jäger, die zum Beispiel durch Wildschweine - Einen Moment, Herr Willeke! - Ein Blick in die Geschäftsordnung zeigt, dass man beim Schlussstatement eine Zwischenfrage stellen kann. Wer das möchte, der melde sich bitte ordnungsgemäß zu Wort. Fahren Sie fort, Herr Willeke. Diese Angst möchte ich auch nicht kleinreden; die Bedenken sind da. In Niedersachsen und in Deutschland gibt es immer wieder Todesfälle, zum Beispiel durch den Angriff von Wildschweinen. Durch einen Wolf haben wir das bislang das hat auch schon der Umweltminister gesagt noch nicht erlebt. Ich möchte das aber auch nicht ausschließen, das möchte ich mal ganz klar sagen. Wir werden aber auch nicht jeden Baum fällen, weil mal ein Baum auf jemanden draufgefallen ist. Wir werden auch nicht jede Leiter verbieten, weil mal jemand von der Leiter gefallen ist. Deswegen ist es richtig, dass wir weiterhin für die Koexistenz von Wolf, Weidetierhaltung und Menschen in diesem Land streiten. Wir werden ein engagiertes, regional differenziertes Bestandsmanagement einführen. Das bringen CDU und SPD im Bund auf den Weg, und das ist richtig so. Vielen Dank.
