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Alfred Dannenberg

AfD 27.01.2023 4:14 min Tagungsabschnitte 19/4

"Zukunftsprogramm Diversifizierung" Wege aus der Krise in der Schweinehaltung: Höfe erhalten - neue Betriebszweige erschließen

(Beifall bei der AfD) Alfred Dannenberg (AfD): Vielen Dank, Frau Präsidentin. - Meine Damen und Herren! Wir leben in einem natürlichen Gunstraum und haben eine der effizientesten und nachhaltigsten Landwirtschaften der Welt. Sie versorgt uns alle mit Nahrungsmitteln in einer höheren Qualität, als je eine Generation vor uns auf dem Teller hatte. Dazu zählt auch ernährungsphysiologisch wichtiges Fleisch Made in Germany. Dann kam die grüne Ideologie. Sie hat alles dafür getan, die Tierhalter zu verunglimpfen und zu demoralisieren, und mit immer neuen Tierhaltungsauflagen, immer mehr Kontrollen, immer mehr Bürokratie die Betriebe in den wirtschaftlichen Ruin getrieben. Und die Parteien, die in diesem Sinne alles dafür getan haben, unseren Landwirten Knüppel zwischen die Beine zu werfen, stellen jetzt einen Antrag: Man müsse den Betrieben helfen. - Hört, hört! Welche eine eklatante Widersprüchlichkeit! Und noch ein Widerspruch: Die Landwirtschaft im Ausland arbeitet, wie Sie alle wissen, mit deutlich niedrigeren Standards als unsere hier: mehr Umweltbelastung, mehr unerwünschte Rückstände in den Erzeugnissen, aber vor allem eines: billig. Und diese billigen Erzeugnisse werden hierher importiert. Das müssen wir alle uns klarmachen. Der K.-o.-Schlag für unsere Betriebe! Die angebliche rot-grüne Rettung der kleineren Höfe ist nur eine reine Farce. Unsere Nahrungsmittelerzeugung wandert ins Ausland ab. Es wird nicht weniger Fleisch produziert, es wird nur woanders produziert. Aber dafür sollen wir jetzt ja Ungeziefer essen - nebenbei gesagt. Jedenfalls: Ihr wohlklingendes „Zukunftsprogramm Diversifizierung“ ist nur ein Feigenblatt - ein Blendwerk, mit dem Sie jetzt noch eine kleine Reinwaschung versuchen wollen. „Diversifizierung“ - ernsthaft? Als hätten die Betriebe nicht längst alle Register gezogen: Dorfladen, Wohnungen, Pensionsställe, Ferien auf dem Bauernhof usw. Bei wem Diversifizierung möglich war, der hat sie längst umgesetzt. Originell fand ich auch Ihren Vorschlag, man könne doch auf die Putenmast ausweichen - das steht ja in Ihrem Antrag. Nur zur Erinnerung: Seit Jahren grassiert bei uns die Geflügelpest. Das betrifft auch die Puten. Mit Ihnen wird jedenfalls das Sterben der hiesigen Betriebe munter weitergehen. Ach nein, man sagt ja - frei nach Habeck -: Sie produzieren nur nicht mehr. (Beifall bei der AfD) Die AfD-Fraktion, meine Damen und Herren, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Landesregierung das auch gar nicht so schlecht finden wird, winkt ihr doch neuer Platz für noch mehr Blühwiesen, Windräder, Freiflächenphotovoltaik, Schutzgebiete und Logistikzentren. Ganz nebenbei steht übrigens unsere Versorgungssicherheit mit Nahrungsmitteln auf dem Spiel. Das geht mit den Nahrungsmitteln aus dem Ausland exakt so lange gut, bis wieder mal ein Frachter in einem Kanal quersteht oder eine Krise Warenströme beeinträchtigt. Was hier los sein mag, wenn mal nicht das Toilettenpapier, sondern das Essen alle ist, wollen wir alle uns lieber nicht ausmalen. Hier kommen die konstruktiven Alternativvorschläge meiner Fraktion: Wenn Sie unseren Landwirten wirklich helfen wollen, meine Damen und Herren, dann braucht es z. B. massiven Bürokratieabbau und Düngung und Pflanzenschutz im Rahmen einer guten fachlichen Praxis für gute Erträge. Bedenken Sie bitte: Die Welt lechzt nach Nahrungsmitteln! - Und machen Sie unsere Landwirte wieder konkurrenzfähig! Unterbinden Sie die Billigimporte zu niedrigen Standards! Unsere Bauern benötigen Fairplay und keine Almosen. Das Essen freilich könnte ein bisschen teurer werden. Und wenn Sie meinen, dafür hätten Sie kein Geld, schauen Sie mal, wofür die Euros sonst so ausgegeben werden: Ideologieprojekte, aufgeblasene Ideologie, Ausgaben für Personen, die längst hätten abgeschoben werden müssen. Ich möchte mit einem Bild schließen: Sie haben das Haus angezündet und immer kräftig nachgelegt. Jetzt kommen Sie gönnerhaft mit einem kleinen Eimerchen Löschwasser, um sich als Feuerwehrmann zu gerieren. Aber wirklich löschen können Sie damit nicht. Das wollen Sie auch gar nicht. Denn in Wirklichkeit schielen Sie bereits auf den schon frei gewordenen Bauplatz. Ihr Programm ist so eine Art begleitete Sterbehilfe. Stirbt der Bauer, stirbt das Land - Rot-Grün sei Dank! Aber an alle Zuschauer da draußen, insbesondere die Landwirtsfamilien: Denken Sie daran, es gibt eine Alternative, und die lehnt diesen Antrag ab. Vielen Dank. (Beifall bei der AfD)

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