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Nico Bloem

SPD 25.06.2026 3:48 min Tagungsabschnitte 19/35

Wale retten - unsere Meere besser vor Bedrohungen schützen

Herzlichen Dank. - Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Niedersachsen ist Küstenland. Wir reden wir heute auch darüber, dass wir unsere Meere schützen wollen. Für viele Menschen da draußen ist die Nordsee ein Urlaubsziel. Aber für uns und für diejenigen, die entlang der Küste wohnen, ist sie mehr: Sie ist Heimat, sie ist Identität, sie ist Verbundenheit. Deswegen will ich für unsere Fraktion gleich sagen: Selbstverständlich hat jeder vor Ort und darüber hinaus ein Interesse daran, die Küste, die Meere, das Wattenmeer zu schützen. Ich sage aber auch sehr deutlich: Wir reden bei unserer Küste nicht nur über einen Naturraum, sondern auch über einen starken Wirtschaftsfaktor. Wir wollen beides: unsere Wirtschaft stärken und die Meere schützen. Das gelingt nur gemeinsam, liebe Kolleginnen und Kollegen. Wenn ich mit den Menschen bei mir vor Ort rede, dann reden wir vielleicht über Timmy, aber ansonsten, ehrlich gesagt, nicht unbedingt über die Wale. Wir reden vielmehr über die Arbeitsplätze, wir reden über die Häfen, wir reden über die Energiewende, wir reden über den Tourismus, über unsere starke Fischerei und darüber, wie es uns gelingen kann, die wirtschaftliche Entwicklung und den Schutz der Meere in Einklang zu bringen. Damit auch das gleich klar ist: Wir sagen natürlich, dass beides nur zusammen funktioniert. Ich habe gerade schon angedeutet, dass es nur funktioniert, wenn Umwelt und Wirtschaft Hand in Hand daran arbeiten. Dafür, dass es funktioniert, gibt es viele Beispiele. Auch das haben wir eben schon gehört. Das wissen wir zum Beispiel von unseren starken Fischerinnen und Fischern. Wir wissen nämlich, dass sie die Nordsee nicht nur aus Gutachten kennen, sondern jeden Tag auf ihr unterwegs sind und sehen, wie sich die Nordsee verändert. Sie tragen auch Verantwortung für den Meeresschutz und machen sehr deutlich, dass sie mit dafür sorgen, dass Plastik und Geisternetze aus dem Meer verschwinden. Sie bringen ihr Know-how in Forschungsprojekte ein und sorgen für nachhaltige Fischerei. Deswegen herzlichen Dank an die Fischerinnen und Fischer! Das Gleiche gilt für die Schifffahrt. Ich sage das bewusst, weil oftmals nicht heute hier, aber manchmal draußen der Eindruck erweckt wird, dass hier unsere Probleme liegen. Ich sage: Nein, die Fischer und auch die Schifffahrt sind Teile der Lösung, nämlich durch die Arbeit, die dort geleistet wird. Das erleben wir beim Aufbau unserer maritimen Wirtschaft. Ich denke an GreenShipping, ich denke an das Maritime Kompetenzzentrum. Dort wird auch an emissionsfreier, klimaneutraler, klimafreundlicher Schifffahrt gearbeitet wird. Das alles geschieht natürlich auch in Verantwortung für den Meeresschutz. Denn auch unsere maritime Wirtschaft weiß um dessen Bedeutung. Deswegen herzlichen Dank an alle Beteiligten, die dort täglich daran arbeiten! Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Herausforderungen sind groß. Wir haben eben vom Meeresspielanstieg gehört. Ja, liebe AfD-Fraktion, den gibt es. Das ist kein Märchen. Das hat man sich nicht ausgedacht, sondern das gibt es. Wir haben Probleme mit Plastik im Meer auch das erleben wir immer häufiger, insbesondere mit Mikroplastik. Wir wissen auch generell um die Herausforderungen vor Ort. Wir sind uns aber unserer Verantwortung bewusst. Deswegen will ich abschließend klar sagen: Wir wollen Gute Arbeit, wir wollen eine starke Wirtschaft, wir wollen eine starke Fischerei, wir wollen einen starken Tourismus - wir wollen aber auch eine gesunde und gute Nordsee. Das alles gibt es nur, wenn man es in Einklang bringt. Das geht nicht mit einer Entweder-oder-Politik, sondern nur gemeinsam: Wirtschaft und Umwelt. Herzlichen Dank. Alles Gute!

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