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Dr. Frank Schmädeke

CDU 17.04.2024 3:53 min Tagungsabschnitte 19/15

Wasser in Zeiten des Klimawandels - ein nachhaltiges und integriertes Wassermanagement für Niedersachsen weiterentwickeln

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Lieber Gerd Hujahn, was soll ich dem eben Gesagten noch hinzufügen, zumal wir den Antrag doch gemeinsam ausgearbeitet haben? Auf alle Fälle will ich sagen: Wasser sucht sich seinen Weg. So scheint es jetzt auch mit unserem gemeinsamen Antrag zu sein. Gerd Hujahn hat es gesagt: Nachdem die CDU-Fraktion im März des vergangenen Jahres einen Entschließungsantrag zum Wassermanagement auf den parlamentarischen Weg gebracht hat, folgten die regierungstragenden Parteien mit einem eigenen Antrag zum gleichen Thema im Juni darauf. So wichtig ist dieses Thema! Nachdem beide Anträge eine Weile durch die Ausschüsse „geplätschert“ sind, kommt dieses wichtige Thema heute nun wieder in Form eines gemeinsamen Antrages zum Vorschein. Bevor er nun wieder versickert, sollten wir ihn heute gemeinsam auf den Weg bringen und beschließen. Das Thema ist für jeden von uns von größter Bedeutung. Trinkwasser ist unser Lebensmittel Nummer eins. Das Thema ist zu wichtig, um politisch zerredet zu werden. Wasser ist nicht nur eine Ressource; es ist die Grundlage allen Lebens auf diesem Planeten. Es ist das Elixier, das sowohl die kleinsten Mikroorganismen als auch die größten Säugetiere am Leben hält. Es ist das Medium, durch das Nährstoffe transportiert werden, Felder bewässert werden, unsere Städte und Industrien gekühlt werden und unsere Flüsse schiffbar bleiben. Doch trotz oder gerade wegen seiner großen Bedeutung sehen wir uns mit einer beunruhigenden Realität konfrontiert: Werden Trink- und Brauchwasser von uns nicht nachhaltig gemanagt, dann kann es zu einem knappen und teuren Gut werden. Die Folgen wurden unserem Agrarausschuss auf seiner Informationsreise nach Spanien bzw. Nach Katalonien jüngst direkt vor Augen geführt. Alle, die dabei waren, werden das in Erinnerung behalten haben. Erst in Zeiten der Dürre wird deutlich, wie verletzlich wir sind. Das haben wir in Spanien gesehen. Wir dürfen das Problem nicht erst angehen, wenn es zu spät ist. Wir müssen vorausschauend handeln, um sicherzustellen, dass es gar nicht erst zu Engpässen kommt, und darum im Wassermanagement einen ganzheitlichen, proaktiven Ansatz verfolgen. Wir müssen gewährleisten, dass Wasser überall und jederzeit in ausreichender Menge und einwandfreier Qualität zur Verfügung steht. Gleichzeitig müssen wir uns der Gefahr bewusst sein, die Wasser im Überfluss mit sich bringt, wie sie das jüngste Winterhochwasser gezeigt hat. Unser Antrag für ein vernünftiges Wassermanagement ‑ Gerd hat gesagt, das ist ein Widerspruch, den wir auflösen müssen ‑ greift beide Probleme auf. Mit intelligentem Management unserer Gewässer können wir den temporären Wasserrückhalt im Binnenland erhöhen, die Grundwasserneubildung fördern und gleichzeitig Hochwassern entgegenwirken. Meine Damen und Herren, das ist der Kern dieses gemeinsamen, zukunftsweisenden Antrags, den wir zusammen mit den verantwortlichen Verbandsvertretern der Wasserwirtschaft und der Landwirtschaft erarbeitet haben und auf den wir, wie ich glaube, allesamt stolz sein können. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Wasser als unser Lebensmittel Nummer eins geschützt und nachhaltig genutzt wird - für uns und für zukünftige Generationen! Wir alle sollten diesen Antrag unterstützen. Ich bedanke mich im Voraus dafür. Bis hierher hat es wirklich Spaß gemacht. Danke.

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