landtag-niedersachsen.de ↗

Christian Meyer

05.03.2026 2:30 min Tagungsabschnitte 19/32

Wölfe attackieren Weidetiere bis in Siedlungen hinein: Wird die Landesregierung schnelle und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen?

und Wolf" mit Blick auf den zukünftigen Managementplan zum Wolfsmanagement? Herr Minister antwortet. Vielen Dank. - Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es ist wirklich immer sehr erfreulich, wie dort gemeinsam diskutiert wird mit vielen Beteiligten, mit mehreren Umweltverbänden, mit den Schafhalterverbänden, mit den Pferde- und Rinderhaltern, mit dem Landvolk, mit der Jägerschaft, mit den kommunalen Spitzenverbänden, die auch in diesem Forum sind. Wir als Landesregierung hatten ja, als der Referentenentwurf schon vorlag, zugesagt, dass wir das im Konsens im Detail dort besprechen wollen, weil dieses Management natürlich wie ein Maßnahmenplan aussieht. Da sagt der Bund jetzt: Alle Länder sollen einen erstellen. Es könnte eine Verordnung geben, die Näheres regelt. Das warten wir nicht ab, sondern wir bereiten jetzt unsere Umsetzung im Konsens vor. Klar ist natürlich auch: Wenn man nur eine begrenzte Anzahl an Tieren entnehmen kann man darf ja nicht überall Wölfe entnehmen, sondern die Untergrenze ist der gute Erhaltungszustand, sollten natürlich der Schutz wasserwirtschaftlicher Anlagen und der Schutz der Weidetiere das Hauptargument sein. Es wurde auch noch einmal stark betont das sagt auch Herr Dammann-Tamke von der Bundesjägerschaft, dass man nicht in Wolfsrudel, die unauffällig sind, die keine Nutztierschäden verursachen, eingreifen sollte. Ich weiß nicht, wer von dem Fall in der Region Hannover gelesen hat. Das war übrigens die letzte Wolfsentnahme, die in Niedersachsen auch in meiner Amtszeit stattfand. Sie wissen, da gab es diesen berüchtigten Wolf, der nicht nur das Schaf von Frau von der Leyen, sondern auch ganz viele andere Schafe gerissen hatte. Daraufhin gab es eine Ausnahmegenehmigung der Region Hannover, und die Leitwölfin wurde entnommen. Der Leitwolf ist dort seit zwei Jahren nicht mehr aufgetaucht, das Rudel ist sozusagen weg. Jetzt hat sich dort ein neues Rudel angesiedelt. Da sagt der Herr Reding von der Landesjägerschaft in der HAZ: Jetzt ist dort ein unauffälliges Rudel, das keinerlei Nutzstierschäden macht, und deshalb wäre es schlecht, wenn man dort eine Entnahme machen würde; denn das Problemrudel ist weg. Daran zeigt sich auch, dass sich dieses System, sich auf problematische Rudel zu konzentrieren, um das Ziel zu erreichen, das wir haben der Ausgleich bzw. der Artenschutz muss gewährleistet werden, und die Nutztierschäden müssen dort, wo wir einen hohen Schutz haben, minimiert werden, bewährt. Deshalb ist es gut, dass wir das so, wie wir es in Niedersachsen vereinbart haben regional differenziert umsetzen wollen, und deshalb werden wir uns darauf konzentrieren, dass wir die Weidetierhalter und die Deiche schützen.

Rede ansehen ↗