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Pascal Leddin

GRÜNE 17.12.2025 1:33 min Tagungsabschnitte 19/30

Mercosur und Ukraine: Agrarimporte zulasten unserer heimischen Landwirtschaft

Vielen Dank, Frau Präsidentin. - Das ist schon ein starkes Stück, Herr Dannenberg. Sie schauen nicht einmal hoch. Ich habe Sie die ganze Zeit angeguckt. Sie haben nicht einmal hochgeschaut. Sie haben den Kollegen Moorkamp nicht angeschaut. Sie haben den Kollegen Domeier nicht angeschaut. Sie haben überhaupt nicht zugehört. Das ist eben offensichtlich geworden. Sie haben auf die Ministerin reagiert, die exakt das gesagt hat. Sie haben einfach nicht hingehört. Weil Sie es nicht verstanden haben, sage ich es gerne noch einmal: Sie behaupten, ukrainisches Getreide drückt die Agrarpreise in Deutschland. Das ist falsch! Das haben Sie gerade von drei Fraktionen gehört, auch von der Ministerin. Und Sie haben es nicht verstanden! Erstens. Die Ukraine exportiert vor allem Mais, Weichweizen und Gerste. Die aktuellen Zahlen zeigen: Im Wirtschaftsjahr 2025/2026 sind die Importe in die EU bereits deutlich zurückgegangen. Schon in den Monaten Juli bis September lagen die Werte klar unter denen des Vorjahres. Zweitens. Selbst im Wirtschaftsjahr 2024/2025 lag der Import nur in den ersten vier Monaten über dem Fünfjahresdurchschnitt. Danach: Normalisierung, kein Importdruck. Drittens das ist jetzt entscheidend: Die niedrigen Erzeugerpreise haben globale Ursachen. Wir erleben eine Rekordweizenernte von 837 Millionen t weltweit steigen die Lagerbestände an und eine massive US-Maisernte von über 425 Millionen t. Das hat Herr Moorkamp Ihnen gerade ausführlich erklärt. Ich weiß nicht, wie Sie all das hier vorne weiterhin behaupten können, Herr Dannenberg. Das ist wirklich daneben!

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