Meta Janssen-Kucz
Den wolfsabweisenden Grundschutz für Nutztiere und den Ausgleich von Rissschäden durch Wolfsübergriffe dauerhaft verlässlich finanzieren
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Egal, wie viele Anträge die CDU zum Thema Wolf auf den Weg gebracht hat, lieber Herr Eilers - wirklich etwas passiert ist erst seit Rot-Grün, seit wir in der Verantwortung sind in Sachen Schutz von Weidetieren. Das ist einfach so. Jetzt zu Ihrem Antrag, dauerhaft zu finanzieren: Wer hatte den letzten Doppelhaushalt, mit dem wir gestartet sind? Weshalb fehlten so viele Millionen? Weshalb konnten die Betroffenen nicht ausbezahlt werden? - Das haben wir über den Nachtragshaushalt 2023 geregelt. So konnten jetzt alle ihre Gelder bekommen. Wir haben diese 7 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Das nur mal ein bisschen zur Klarstellung. Es war und ist bitter, dass trotz vieler Schutzvorkehrungen in 2023 mehr Nutztiere von Wölfen verletzt und getötet wurden als in 2022. Wir haben auch Billigkeitsleistungen für getötete und verschollene Tiere in Höhe von 240 000 Euro geleistet. Aber auch wenn Geld geflossen ist ‑ das muss ich auch einfach mal sagen ‑, die Nutztiere sind tot und ganze Herden von Schafen verängstigt. Es betrifft auch die Familien. Frau Janssen-Kucz, lassen Sie eine Zwischenfrage von Herrn Schmädeke zu? Nein. Das macht deutlich, es muss weitere Verbesserungen im Wolfsmanagement und beim Herdenschutz geben. Dafür sind wir angetreten. Aber es ist wirklich Fakt: Wir haben viel geschafft in Sachen Wolfsmanagement. Der Druck aus Niedersachsen auf Bundesebene hat gewirkt. Wir werden das erste Bundesland sein, das Schnellabschüsse von Wölfen durchführt und damit ein schnelleres und unbürokratisches Handeln in den betroffenen Regionen auf den Weg bringt, wo es zu Schäden an geschützten Nutztieren kommt. Da bin ich mir sicher. Richtig und gut ist auch, dass Umweltminister Meyer und Landwirtschaftsministerin Staudte das Dialogforum „Weidetierhaltung und Wolf“ mit den Umweltverbänden und mit den Tierhaltern auf den Weg gebracht haben. Genau dort werden die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen und Vorschläge diskutiert, vom Schafhalterverband bis zur Umstellung auf die Herdenpauschale. Herr Dannenberg, Sie haben gleich das Wort. Lassen Sie sich am Montag überraschen! Ich bin sicher: Vieles aus dem Dialogforum wird in die „Richtlinie Wolf“ aufgenommen werden. Damit gehen wir einen gemeinsamen Weg. Unser Ziel ist es, die Situation der Weidetierhalter im Zusammenleben mit den Wölfen zu verbessern. Daran arbeiten wir hart und effizient und freuen uns auf Ihre Anregungen. Danke.
