Dr. Andreas Philippi
Sind niedersächsische Pflegeeinrichtungen in Gefahr?
Sozialminister Dr. Andreas Philippi: Danke für die Frage. Ich denke, an dieser Stelle beziehen Sie sich in erster Linie auf die Frage, wie wir z. B. die Anerkennungsverfahren beschleunigen können. Die Anerkennungsverfahren sind von vielen Faktoren abhängig, u. a. davon, wie schnell die sich bewerbenden Menschen ihre Unterlagen beibringen können. Bei Medizinern ist es z. B. so, dass, wenn jemand aus einem mittelamerikanischen Land kommt, die Curricula abgefragt werden müssen und geprüft werden muss, ob sie mit den deutschen Curricula gleichzusetzen sind. Sie müssen übersetzt werden. Das kommt dann schon ein wenig auf Zeit an, um das umzusetzen. Dann gibt es die klassische Frage: Handelt es sich in dem Anerkennungsprozess in erster Linie um eine Anerkennung aufgrund des Wissens und der Vorbildung, oder geht es an dieser Stelle um eine Kenntnisprüfung? - Es ist total spannend, dass Sie mich darauf angesprochen haben. Ich habe gerade letzte Woche diesbezüglich Gespräche aufgenommen, und gerade in diesem Bereich - Wenn es Sie nicht interessiert, können Sie auch rausgehen. Ich habe Kontakt aufgenommen, und wir überlegen gerade, wie wir die Kenntnisprüfung verbessern können - gerade für schon ausgebildete Fachkräfte. Ich denke da z. B. an ärztliche Kollegen, die als Radiologe oder Chirurg gearbeitet haben, hierherkommen und faktisch ein drittes Staatsexamen in der ganzen Breite ablegen müssen. Das ist aber für Menschen, die ganz gezieltes Facharztwissen haben, nicht mehr nötig und wird an dieser Stelle überbewertet. Insofern, denke ich, können wir die Menschen durchaus schneller vor Ort an die Patienten und die Pflegekräfte an die zu Pflegenden bringen, wenn wir die Kenntnisprüfung vorziehen und die Möglichkeit haben, die Verfahren an dieser Stelle zu beschleunigen. Damit kommen wir schneller an die Menschen heran. - Das ist meine Antwort auf Ihre Frage. Vizepräsidentin Sabine Tippelt: Herzlichen Dank, Herr Minister. Die nächste Zusatzfrage kommt von Herrn Fühner, CDU-Fraktion.
