Ulrich Watermann
Schlepperei im Mittelmeer durch sofortige Einstellung jeglicher finanziellen Unterstützung von Schleusern und die unmittelbare Rückführung auf dem Mittelmeer aufgegriffener Migranten beenden!
sodass wir uns hier sortieren konnten. Bitte schön, Sie haben das Wort! Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Natürlich nehme ich Rücksicht darauf, wenn ein Wechsel der Sitzungsleitung stattfindet. Das bietet ja vielleicht auch die nötige Ruhe, dass man noch einmal über das nachdenken kann, was man gerade erlebt hat. Ich gehöre diesem Parlament wohl – zusammen mit einigen wenigen anderen – am längsten an. Ich kann mich an keine Zeit erinnern, in der ich mich nach einer Plenarwoche so geschämt hätte, diesem Landtag anzugehören. Meine sehr verehrten Damen und Herren, man kann ganz unterschiedlicher Auffassung sein, wie man bestimmte Dinge im Leben regelt oder wie man zu ihnen steht. Das Menschenrecht und die Not von Menschen so zum Instrument zu machen, finde ich aber abscheulich. Meine sehr verehrten Damen und Herren, wir reden über Menschen, die in ihren Heimatländern in Not sind und die aus dieser Not heraus Wege suchen, um in einen Schutzraum zu kommen. Und wir reden über Menschen, die anderen helfen, wenn sie in Not geraten sind. Das geschieht übrigens vielfach. Das geschieht, wenn man Menschen aus Seenot rettet. Das geschieht aber auch, wenn Menschen durch andere Unglücke in Not geraten und wir Geld sammeln, um ihnen zu helfen. Ich würde nie auf die Idee kommen, das zu einem Instrument zu machen – in der Art, wie es in diesem Antrag vorkommt. Ich weiß gar nicht, wie man dazu kommen kann, so menschenverachtend und so hassend zu sein, so etwas zu tun. Ich weiß nicht, wo Sie im Leben falsch abgebogen sind, Herr Kollege. Ich weiß auch nicht, ob man sich wohlfühlt, wenn man sich morgens im Spiegel anguckt, nachdem man hier solche Reden gehalten hat. Wissen Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren, man kann der Meinung sein, dass man eine andere Asylpolitik will. Man kann der Meinung sein, dass man das nicht richtig findet. Aber man kann sich niemals auf Kosten von Menschenleben und Leuten, die Menschenleben retten, hier so darstellen. Das geht nicht! Meine sehr verehrten Damen und Herren, Sie müssen hier nicht nur Ihre Reden filmen lassen, Sie müssen sie ab und zu auch anhören und sie vielleicht auch noch verstehen. So viel Hass und so viel Menschenverachtung auf einmal sind fast unmöglich. Da können Sie auch gerne eine Kurzintervention machen. Von mir bekommen Sie dazu nicht mal eine Antwort. Sie sind Menschenverachter und Leute, die dieser Demokratie schaden! Vielen Dank.
