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Antonia Hillberg

SPD 18.04.2024 1:46 min Tagungsabschnitte 19/15

11. Eingabenübersicht

Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Freiwilligendienste sind unglaublich wichtig und leisten einen großartigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Davon bin ich so überzeugt, dass ich nach meinem Abitur sogar selbst ein Freiwilliges Soziales Jahr gemacht habe. Das heißt, ich kenne die Situation doch ganz gut. Ich war damals in einem Freiwilligendienst, der immer Witze machte, dass wir mit 320 Euro das geringste Taschengeld landesweit kriegten. Das ist irgendwo viel Geld, aber wenn man davon leben will, ist es ganz schön wenig. Wenn wir ernsthaft Freiwilligendienstleistende besser unterstützen wollen, Freiwilligendienste attraktiver und zugänglicher gestalten wollen, damit junge Menschen im Zweifelsfall nicht insofern limitiert sind, als sie nur in der Einsatzstelle, die in der Nähe ihrer Eltern ist, einen Freiwilligendienst machen können, dann müssen wir darüber viel grundlegender diskutieren und dürfen nicht nur überlegen, inwieweit möglicherweise 18,36 Euro alle Probleme lösen werden. Wir müssen vielmehr überlegen, wie dieses Thema strukturell diskutiert werden kann, und dazu aufrufen. Wir müssen es auch gesetzlich nachvollziehen können, dass, wie in der Stellungnahme dargelegt, der Rundfunkbeitrag in den Unterhaltsbedarf der Freiwilligendienstleistenden eingerechnet ist. Strukturell ist das so angelegt, dass dafür im Zweifelsfall die Eltern oder eben auch die Organisations- und Einsatzstellen verantwortlich sind. Wir können die in der Stellungnahme beschriebene Idee unterstützen, dass es eine wirkliche Wertschätzung der Organisation, der Einsatzstelle, wo die Freiwilligen ihren Dienst ableisten, wäre, wenn diese ihre Freiwilligen unterstützen, indem sie den Rundfunkbeitrag übernehmen. Deshalb bleiben wir bei unserem Votum „Sach- und Rechtslage“. Vielen Dank.

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