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Philipp Meyn

SPD 22.05.2025 3:34 min Tagungsabschnitte 19/25

"Mobile Schwimmcontainer" in Niedersachsen aufstellen - Schwimmfähigkeit von Kindern umgehend verbessern!

Vielen Dank. - Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zu der Containerlösung muss man sagen: Gute Idee - machen wir nicht. Warum eine gute Idee? Ich möchte positiv beginnen: Es ist eine gute Idee, die Verbreitung der Schwimmfähigkeit voranzutreiben. Wir haben diesen Stolz, diese Freude von Kindern gesehen, die im Becken sind, auf einmal selber schwimmen können und dann das Seepferdchen bekommen - oder mittlerweile das Seeräuber-Abzeichen, noch vor dem Bronze-Abzeichen. Das macht alle aus der Familie stolz. Und es geht auch darum, Leben zu retten. Das hat die Kollegin ganz zu Recht erwähnt. Die Fähigkeit zu schwimmen ist im Ernstfall überlebenswichtig. Deswegen gilt unser Dank allen Schwimmlehrerinnen und Schwimmlehrern, Bademeisterinnen und Bademeistern, die da Großes leisten. Es ist echt eine herausfordernde Arbeit, in heißen Hallenbädern bei extremer Lautstärke Nichtschwimmern das Schwimmen beizubringen. Tausend Dank dafür! Schwimmfähigkeit rettet Leben. Dass die Schwimmfähigkeit von Kindern im Grundschulalter und zunehmend auch von älteren Kindern verbessert werden muss, ist im Landtag unstrittig. In den letzten sieben Jahren das geht auch aus dem CDU-Antrag hervor hat sich der Nichtschwimmeranteil auf 20% verdoppelt. Das, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, ist ein absoluter Handlungsauftrag für die Politik, und diesen Auftrag haben wir angenommen das hat auch die Kollegin Evers gesagt, indem wir mit der politischen Liste im letzten Jahr einen absoluten Schwerpunkt gesetzt haben: 20 Millionen Euro zur Förderung von Schwimmbecken. Das wird sich bezahlt machen. Im Mittelpunkt dieses Programms steht die Sanierung und Modernisierung von Schwimmbädern und hier insbesondere von Lehrschwimmbecken. Darüber hinaus hat das Land bereits im vergangenen Jahr 1,7 Millionen Euro für die Durchführung von Schwimmkursen und die Ausbildung von Übungsleiterinnen und Übungsleitern bereitgestellt. Hier geschieht also viel. Das eint uns. Jetzt komme ich aber dazu, warum es keine gute Idee ist, 2,40 m schmale Container hinzustellen, wie es der Antrag vorsieht. Ein normales Lehrschwimmbecken ist 8 m breit. 2,40 m sind ein Handtuch. In einem solchen Container besteht nicht einmal die Möglichkeit, das Seepferdchen-Abzeichen zu machen. Das ist einfach zu wenig. Wir befinden wir uns damit in guter Gesellschaft. Der Landesschwimmverband sagt - ein kleiner exemplarischer Auszug: „Schwimmcontainer und mobile Pools können niemals ein Schwimmbad und seine Möglichkeiten ersetzen!" Warum? „Hohe Abnutzung ... führt zu erhöhten Wartungs- und Reparaturkosten, die langfristig nicht kosteneffizient sind". „Organisationsaufwand: Der logistische Aufwand ... und erhebliche personelle Ressourcen". Das Personal muss immer wieder von Ort zu Ort wechseln. „Begrenzte Kapazität". Wir haben die Lernumgebung gesehen: Das sind dunkle Container. Gerade wenn Kinder, die schwimmen lernen sollen, angstbehaftet sind, ist das nicht reizvoll. Insofern kann der Lernerfolg beeinträchtigt werden. DLRG Herr Kollege Meyn, es gibt eine Wortmeldung der Kollegin Buschmann zu einer Zwischenfrage. Möchten Sie dem Wunsch entsprechen? Man to! Plattdeutsch ist in Niedersachsen eine offizielle Sprache. -

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