Jens Nacke
4-Tage-Woche statt Verlässlichkeit für unsere Kinder? Wohin führt der Weg der Kultusministerin?
(Beifall bei der CDU und bei der AfD) Jens Nacke (CDU): Vielen Dank, Frau Präsidentin. - Frau Ministerin Hamburg, ich glaube, das, was Sie jetzt machen, wird dem Sachverhalt nicht gerecht. (Anne Kura [GRÜNE]: Andersrum!) Ich darf mal aus dem Schreiben zitieren, das die Eltern erhalten haben und das mir am Samstag es ist am Freitag rausgegangen entsprechend weitergeleitet wurde. Dort heißt es: Unsere Unterrichtsversorgung sieht sehr schlecht aus, und wir sehen uns nicht in der Lage, alle Klassen gleichermaßen mit Unterricht zu versorgen. - Den Namen der Mitarbeiterin lasse ich weg. Und weiter: Unsere Ansprechpartnerin beim Landesamt für Schule und Bildung wurde in Kenntnis gesetzt. Sie wird sich schnellstmöglich um Ersatz bemühen. Solange wir dermaßen unterbesetzt sind, werden wir die Klassen mit Aufgaben versorgen und jahrgangsweise zu Hause lassen. Auch dies ist mit der Ansprechpartnerin abgesprochen. Weiter unten heißt es in dem Schreiben: Wir hoffen, dass sich dieser Zustand nicht so lange hinzieht und wir bald Ersatz bekommen. Wenn solche Briefe verschickt werden, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn die Eltern das Gefühl haben, dass ihre Schule in dieser Situation - Und diese Situation kann an jeder Schule eintreten. Sie haben völlig recht, die Unterrichtsversorgung das ist vorhin sogar einmal gesagt worden lag bei über 100 % zu Beginn des Schuljahres. Aber dann passiert so etwas wie hier: Eine Lehrkraft fällt krankheitsbedingt aus, und zwei Lehrkräfte werden glücklicherweise schwanger und müssen sofort aufhören zu arbeiten, weil die Corona-Regelungen das nach wie vor so vorsehen. An dieser Stelle muss man vielleicht auch mal die Frage stellen, ob diese letzte noch bestehende Corona-Maßnahme tatsächlich noch angemessen ist. (Beifall bei der CDU und bei der AfD) Wenn eine Schule in eine solche Situation gerät, dann muss ein System greifen, mit dem ihr wirklich nachhaltig geholfen wird, aber dieses System hat nicht gegriffen. Der Schule wurde gesagt: Wenn ihr meint, dass ihr nur noch vier Tage unterrichten könnt, dann macht das so. Wir können euch auch nicht helfen. Bedankt euch bei der Politik. - Das ist nicht in Ordnung! Diese Schule ist alleingelassen worden, und dafür trägt Ihre Organisation, Ihre nachgeordneten Behörden tragen dafür die Verantwortung. Da müssen Sie besser werden! Und wenn Sie meinen, dass es eine Kampagne der CDU gewesen sei, dass das nun an die Öffentlichkeit gerät, dann verkennen Sie die Situation aber kolossal. Die Nordwest-Zeitung hat diesen Brief bekommen. Sie hat angefangen, darüber zu berichten, und es hat bundesweit Berichterstattung über diesen Sachverhalt gegeben. Wenn Sie jetzt in dieser Form darüber hinweggehen wollen, dann werden Sie Ihrer Aufgabe nicht gerecht. (Beifall bei der CDU und bei der AfD)
