Miriam Staudte
Welchen Weg schlägt Niedersachsen beim Wolfsmanagement ein, und warum nimmt das Land einen Wolf auf, der einen Menschen angegriffen hat?
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Abgeordneter, die Überlegungen zum Wolfsmanagement in Niedersachsen beruhen auf zwei zentralen Säulen: einmal auf dem Schnellabschuss, der eben schon diskutiert worden ist, mit den entsprechenden Radien und den Revieren, in denen die Bejagung eines Wolfes nach Bundesjagdgesetz freigegeben wird. Der andere Aspekt ist das wäre im Managementplan zu regeln, dass sogenannte Interventionsgebiete festgelegt werden sollen: Wenn es häufiger zu Rissgeschehen kommt, dann soll es möglich sein, auch ganze Rudel zu entnehmen, die schadstiftend sind. „Ganzes Rudel" bedeutet natürlich, dass auch Jungwölfe geschossen werden dürfen. Ich glaube, es macht aber keinen Sinn, eine bestimmte Quote festzulegen, weil es Ziel des Managementplans sein soll das ist eine Zielsetzung, die auch vom Dialogforum getragen wird, dass das möglichst konfliktarme Nebeneinander der heimischen Tierart Wolf und der Weidetierhaltung ermöglicht wird. Konsens ist also, dass man sich auf die Problemregionen konzentriert: entweder da, wo Einzelrisse stattgefunden haben, oder da, wo eventuell ein ganzes Rudel verantwortlich ist. Insofern geht es, glaube ich, fehl, wenn man sagt: 40 % der Jungwölfe werden entnommen - dann haben wir perspektivisch 40 % weniger Probleme. Diese Rechnung geht nicht auf, weil man theoretisch bei pauschaler Entnahme von 40 % der Jungwölfe auch 40 % der Jungwölfe fälschlicherweise aus Rudeln entnehmen könnte, die überhaupt keine Probleme verursachen. Insofern ist es, glaube ich, richtig, dass wir den Ansatz verfolgen, uns auf Problemregionen zu konzentrieren, weil es ja nur eine begrenzte Anzahl an adulten Tieren gibt, die entnommen werden darf. Die fünfte und somit letzte Zusatzfrage aus der Fraktion der
