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Omid Najafi

AfD 19.06.2024 3:48 min Tagungsabschnitte 19/17

Initiative des Landes zur Magnetschwebebahn und zu entsprechender technologischer Forschung und Industrieansiedlung

war vielleicht ein Fehler, die Zwischenfrage zuzulassen. Herr Kollege Sachtleben, Sie brauchen keine Frage mehr zu stellen. Das war jedenfalls 1934. Schon damals standen Vertreter Ihrer Parteien ‑ wie heute ‑ der deutschen Ingenieurskunst und Technologieführerschaft im Weg. Die meisten werden sich noch daran erinnern können: Am 22. September 2006 verunglückte ein Transrapid auf der Teststrecke im Emsland mit einem Wartungsfahrzeug. Das kostete 23 Menschenleben, und es gab zehn Verletzte. Menschliches Versagen war die Ursache. Alle 200 m war auf der Strecke ein Barcode angebracht, den ein vorbeifahrender Transrapid gescannt hat und so seine Position ans Kontrollzentrum weitergeben konnte. Das Wartungsfahrzeug war jedoch nicht magnetisch angetrieben, sondern fuhr auf Reifen auf der Teststrecke, wodurch keine Standortweitergabe erfolgen konnte. Diese Tragödie war tatsächlich menschliches Versagen. Zugleich markierte das Unglück auch mit das Ende des Transrapids in Deutschland. Im November 2010 wurde seitens des Bundes der Abbau der Teststrecke ab 2012 beschlossen ‑ was zum Glück bis jetzt nicht umgesetzt wurde. Ende 2011 fuhr der letzte Transrapid 09 auf der Magnettrasse. Meine Damen und Herren, dies war ein kurzer Rückblick in die Historie deutschen Erfindergeistes, deutscher Technologie und deutscher Ingenieurskunst. Mit dem heutigen Entschließungsantrag fordern wir den Stopp jeglicher Rückbaupläne der Teststrecke im Emsland, eine Prüfung auf die Betriebsfähigkeit sowie eine eventuelle Ertüchtigung und die Initiierung eines Clusters aus Forschungspartnern und Unternehmen, um neue Magnetschwebebahntechnologien, die sich ja bis heute weiterentwickelt haben, wieder erneut zu erproben und zur Marktreife zu bringen. Meine Damen und Herren, machen wir den Niedersachsen Hermann Kemper stolz! Lassen Sie uns heute hier den Grundstein legen, um Niedersachsen auf der Karte der Magnetschwebetechnik zu platzieren, um in den kommenden Jahren eine Technologie hierzulande zu realisieren, welche wir schon vor 20 Jahren hätten haben können und die sonst weltweit nur in drei anderen Staaten existiert: in Japan mit dem Linimo in Nagoya, dem fahrerlosen ÖPNV seit 2009 ‑ Magnetschwebetechnik ‑, in China bzw. Shanghai seit 2002 sowie seit 2016 ‑ ebenfalls ÖPNV ‑ in Changsha, seit 2017 sogar eine U-Bahn mit Magnetschwebetechnik in Peking sowie seit Februar 2016 an Südkoreas Hauptstadtflughafen Incheon in Seoul. Wie Sie erkennen können, war der Transrapid keine temporäre Zeitgeisterscheinung, sondern findet heute noch die Aufmerksamkeit, die er verdient. Die Magnetschwebebahn ist das sicherste Fortbewegungsmittel der Welt, noch viel sicherer als das Flugzeug. Selbst die Koalition aus CDU und SPD im Berliner Abgeordnetenhaus bzw. Senat einigte sich im vergangenen November darauf, eine Teststrecke für eine Magnetschwebebahn zu etablieren, und stellt dazu 85 Millionen Euro bereit. Die Technische Universität Dresden stellte fest, dass der Transrapid im Vergleich zum ICE je nach Geschwindigkeit bis zu 40 % weniger Energie verbraucht, aufgrund von fehlendem Verschleiß wie bei Rad-Schiene-Systemen 70 % weniger Wartungskosten verursacht und zusätzlich durch Aufständerungen weniger Fläche versiegelt, sodass am Boden der Wildwechsel sowie Ackerbau stattfinden können und Bahnübergänge obsolet werden. Aktuell werden auf dem Gelände der Teststrecke Ladetechniken für Elektromobilität erprobt, was dem Geist dieses Projektes alles andere als gerecht wird. Meine Damen und Herren, der Transrapid ist die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Seien Sie für den Transrapid! Vielen lieben Dank.

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