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Pascal Mennen

GRÜNE 27.02.2025 2:14 min Tagungsabschnitte 19/23

Sprache als Schlüssel zur Bildung von Anfang an stärken: Frühkindliche Sprachförderung neu denken!

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte KollegInnen! Herr Rykena, wenn Sie hier behaupten, es gäbe Kitas, in denen nicht Deutsch gesprochen wird - das haben Sie gesagt, dann möchte ich Sie bitten, mir zu benennen, welche Kitas das sind. Ich bin sehr regelmäßig in Kitas unterwegs, und das gibt es nicht. Und keine Angst! Sie haben die Frage von Frau La nge ja gerade nicht beantwortet. Ich werde das dann in meiner Rede tun. Es ist gut, heute über dieses Thema zu sprechen. Aber der Antrag der CDU setzt auf Zwang, auf Segregation, auf Bürokratie und auf neue Programme, statt vorhandene Strukturen zu verbessern. Schon bei einer ganz grundsätzlichen Frage lässt mich Ihr Antrag ratlos zurück Frau Ramdor hat gerade ein bisschen Licht ins Dunkel gebracht: Von welcher Form von Sprachförderung sprechen Sie eigentlich in Ihrem Antrag? Geht es ausschließlich um Kinder, die nicht Deutsch können, oder geht es auch um Sprachförderung zum Beispiel in Bereichen wie Lispeln oder Stottern? Sie haben gerade mehrfach ausgeführt, dass es um Deutschkenntnisse geht. Das nehme ich zur Kenntnis. Es steht aber nicht im Antrag. Ich finde es deshalb schwierig, darüber zu sprechen, weil es eben nur ein Teilaspekt ist. Lassen Sie mich dennoch kurz und knapp durch die beantragten Punkte gehen und erklären, was ich mit meiner Kritik meine. Erstens: die verpflichtenden Sprachtests im vorletzten Kita-Jahr. Das klingt erst mal plausibel, ist aber so völlig unnötig; denn Sprachstandserhebungen gibt es bereits. Die Kitas dokumentieren die Sprachentwicklung der Kinder regelmäßig in Entwicklungsberichten, und spätestens bei der Schuleingangsuntersuchung wird die Sprachkompetenz standardisiert von externen Fachpersonen überprüft. Warum also noch eine zusätzliche Testung? Das schafft nur mehr Bürokratie, belastet Familien, stigmatisiert die Kinder und erhöht den Druck auf die ErzieherInnen. Zweitens: die verpflichtende Sprachförderung im Umfang von 240 Stunden. Wer soll das leisten? Wir haben bereits einen Fachkräftemangel in den Kitas und Grundschulen. Wollen Sie Lehrkräfte aus den Grundschulen in den vorschulischen Bereich abziehen? Wer soll es tun? Das ist vollkommen unrealistisch. Hinzu kommt und dieser Punkt ist mir an der Stelle besonders wichtig Herr Mennen, lassen Sie eine Zwischenfrage von Frau Ramdor zu? Gerne.

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