Britta Kellermann
Unterrichtung durch MU "Entscheidung des Bundesumweltministeriums zum Logistikzentrum für das Endlager Konrad"
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Das sind doch mal gute Nachrichten für Niedersachsen, insbesondere auch für die Region Südostniedersachsen rund um den Standort Würgassen. Diesen Erfolg dürfen sich insbesondere die Bürgerinitiativen und Umweltverbände auf die Fahnen schreiben. Herr Schünemann, Sie haben es vorhin schon gesagt: Mit der Expertise der Bürgerinitiativen und Umweltverbände ist dieser Standort wegargumentiert worden, und das ist gut so. Die Bürgerinitiativen haben schon die ganze Zeit über gesagt, dass ein Bereitstellungslager nicht gebraucht wird, und immer wieder auf die Probleme mit diesem Standort hingewiesen: Hochwassergefahr, Eingleisigkeit der Bahnstrecke, ungeeignete Straßen; Marcus Bosse hatte es eben schon gesagt. Mein besonderer Dank geht an der Stelle auch an den Minister Christian Meyer, der unsere niedersächsischen Interessen in dieser Angelegenheit in hervorragender Weise immer wieder in Richtung Bund vertreten hat. Das ist die richtige Entscheidung in einer ansonsten doch eher verfahrenen Situation, was die Endlagerung der Hinterlassenschaften des Atomzeitalters angeht. In Richtung der CDU und der AfD möchte ich noch eines sagen: Es ist Ihre Sache, wenn Sie permanent fordern, die AKWs wieder hochzufahren. Aber zur Ehrlichkeit gehört dann auch dazu, endlich mal Verantwortung auch für die Endlagerung zu übernehmen und sie nicht immer nur denen zu überlassen, die diese Art der Energieversorgung nie gewollt haben. Denn am Ende wollen auch Sie die Endlagerung nicht in Ihren Wahlkreisen haben. Noch eine Anmerkung mit Blick auf das Endlager Schacht Konrad: Auch dieser Standort ist ungeeignet. Wenn jetzt Würgassen weg ist, sollten wir unsere Bemühungen in diese Richtung lenken.
