Marcel Queckemeyer
Niedersachsens Mooroffensive vorantreiben
Sehr geehrtes Präsidium! Geehrte Kollegen! „Niedersachsens Mooroffensive vorantreiben“ – diese Überschrift klingt ja erst einmal sehr charmant. Und mir kommen gleich ganz viele Gedanken zum Thema Naturschutz. Doch wenn ich mir Ihren Antrag von Rot und ganz besonders von Grün anschaue, muss ich feststellen, dass es Ihnen hier nicht um den Naturschutz, also nicht um den Schutz von Flora und Fauna geht. Niedersachsen ist das Moorland Nummer eins. 8 % der Fläche sind kohlenstoffreiche Böden, also Moorflächen. Ungenutzt oder in einem natürlichen Zustand sind davon nur noch 16 %. Und was wollen Sie jetzt machen? Genau: Wiedervernässung der Flächen, um der „Klimakrise“ entgegenzuwirken. „Klimakrise“ ist und bleibt Ihr ideologischer und politischer Kampfbegriff. In den Punkten 3 bis 5 entlarven Sie sich selbst und zeigen Ihr wahres Gesicht. Es geht Ihnen hier nicht um unsere Natur, sondern nur darum, weiter in Ihre energiepolitische Sackgasse zu manövrieren, dieses Land immer schneller abzuwirtschaften und gegen die Wand zu fahren. Ihnen geht es hier nicht um den Erhalt der Moore, sondern nur um Gewinnung von Flächen für Ihre ideologischen Energieziele. Dabei müsste es doch gerade Ihnen, den Grünen, um den Natur- und Umweltschutz gehen. Moore sind Flächen mit einer ganz besonderen Flora und Fauna. Seltene Pflanzen leben hier, wie zum Beispiel das Sonnentau, Wollgras, Sumpf-Veilchen oder seltene Orchideen. Aber auch seltene Tiere wie die Mooreidechse, Falter wie der Moorbläuling oder der Perlmuttfalter, die Kreuzotter oder seltene Libellenarten wie die Mosaikjungfer und viele, viele mehr. Allein über 100 wirbellose Tiere haben das Moor als ihren Lebensraum. Viele davon sind aber vom Aussterben bedroht. Daher ist es enorm wichtig, diese Moore weiter zu schützen und zu renaturieren – zu renaturieren, meine Damen und Herren, und nicht zu Energie-Industrieparks umzubauen. Wenn wir unser Land und unsere Natur lieben, dann haben Photovoltaikanlagen auf diesen Flächen nichts, aber auch rein gar nichts verloren. Selbst der NABU, also Ihre Vorfeldorganisation, liebe Grünen, hat auf der Internetseite in Schleswig-Holstein stehen, dass Wasserinsekten und Libellen Photovoltaikanlagen als Wasserflächen ansehen und Libellen versuchen, darauf ihre Eier abzulegen. Liebe Grünen, Sie haben mit Natur- und Umweltschutz wohl abgeschlossen. Sonst kann man Ihre ideologische Irrfahrt nicht erklären. Aber man erkennt nun ganz klar, dass Natur- und Umweltschutz schon immer konservative Themen waren und sind. Wir von der AfD lieben unsere Natur; denn Naturschutz ist Heimatschutz. Daher geht Ihr Antrag völlig am Ziel vorbei und ist handwerklich eine Luftnummer. Ich freue mich auf die Beratungen im Ausschuss. Vielen Dank.
