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Julia Willie Hamburg

GRÜNE 18.06.2024 2:36 min Tagungsabschnitte 19/17

Entwicklungsmöglichkeiten durch mehr Freiräume - Schulen zukunftsfähig aufstellen, Beteiligte entlasten

Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich kann das aus der Sicht einer Opposition ja auch verstehen: Wenn Dinge, die man anstößt, einfach gut sind, dann bleibt einem nicht mehr viel anderes übrig, als über andere Themen zu reden oder Nebenschauplätze zu eröffnen, über die man sich dann aufregen kann. Das ist auch völlig legitim. Aber ich sage Ihnen deutlich: Wir können über Freiräume an Schulen reden und müssen deswegen die anderen Themen nicht lassen. Wir können beides machen. So haben wir zum Beispiel einen Kongress zu Gewalt ausgerichtet ‑ gemeinsam mit Justiz-, Innen- und Sozialministerium ‑, um genau diese Themen auf dem Zettel zu haben. Trotzdem können wir auch über Freiräume reden, denn die Herausforderung an Schulen ist doch, dass wir tausend Themen gleichzeitig lösen müssen. Wenn das so ist, dann packen wir natürlich auch alle diese Themen an. So geht rot-grünes Regieren. Das ist an dieser Stelle auch gut so. Ich möchte Ihnen deutlich sagen, dass es mich ärgert, dass Sie so tun, als sei das eine Nebensache, als könne man das machen oder aber auch lassen. Ich sage Ihnen deutlich: Wenn ich mit Unternehmen rede ‑ es gab einen großen Bildungskongress der Unternehmerverbände ‑, dann fordern diese genau solche Freiräume. Wer war der Hauptredner auf diesem Kongress? - Die Alemannenschule. Die Alemannenschule ist Lernen im eigenen Takt, ist projektübergreifendes Arbeiten, ist fächerübergreifendes Arbeiten, ist selbstorganisiertes Lernen. Genau in diese Richtung wünschen sich auch die Unternehmen im Land, dass sich Schule entwickelt. Genau deshalb ist dieser „Freiräume“-Antrag nicht nur zeitgemäß, sondern einfach nur richtig, denn genau in diese Richtung muss die Schule der Zukunft gehen. Auch das Modellprojekt „Zukunftsschule“ von meinem Vorgänger wird regelmäßig von Unternehmen zitiert. Genau in diese Richtung sollte Niedersachsen weiter gehen. Es ist genau richtig, dass Kinder lernen, komplexe Themen zu lösen, dass sie lernen, zu lernen, dass sie lernen, Probleme zu lösen, für die sogar Erwachsene heute noch gar keine Antwort wissen, und dass sie die Kunst beherrschen, auch Gesellschaftswissenschaften und Naturwissenschaften zusammen zu denken; denn die Komplexität der Probleme heutzutage bringt nun einmal eine komplexe Sichtweise auf die Dinge mit sich. Deshalb sind Schulen hier sehr herausgefordert, und genau deshalb wünschen sie sich genau diese Freiräume. Ich sage Ihnen, Herr Rykena, deutlich: Wir brauchen gar keine fiktiven Beispiele. Es gibt genug reale Beispiele im Land, die deutlich machen, warum Freiräume für Schulen genau der richtige Weg sind. Frau Ministerin Hamburg, lassen Sie eine Zwischenfrage des Abgeordneten Fühner zu? Ja, natürlich, Herr Fühner. Bitte schön, Herr Fühner! Herr Präsident! Frau Ministerin, herzlichen Dank, dass Sie die Zwischenfrage zulassen.

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