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Marie Kollenrott

GRÜNE 27.09.2024 2:08 min Tagungsabschnitte 19/19

Glasindustrie in der Zukunftsregion Weserbergland+ fördern - die energieintensive Industrie auf dem Weg zur Klimaneutralität unterstützen

hoffentlich mit Ihnen zusammen. Ich fahre fort. Es kann nicht sein, dass Unternehmen, die aktiv in den Ausbau erneuerbarer Energien investieren und ihren Strombedarf eigenständig durch grüne Energie decken wollen, benachteiligt werden und für Stromleitungen anderswo mitbezahlen. Eigenversorgung muss unserer Ansicht nach auch möglich sein, wenn die Anlagen außerhalb des eigenen Betriebshofes stehen. Wir brauchen daher dringend eine Reform der individuellen Netzentgelte. Ebenso müssen die Netzentgelte geeignet sein, Flexibilisierungen zu begünstigen. Das sogenannte Bandlastprivileg entlastet Unternehmen bei den Stromkosten, führt aber gleichzeitig zu einer Blockade der Flexibilisierung. Auch hier gilt: Wer Verbräuche netzdienlich flexibilisiert, muss belohnt und darf nicht bestraft werden, liebe KollegInnen. Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die Einbindung der Abwärme der energieintensiven Industrie in die kommunale Wärmeplanung. Das sollte uns in nächster Zeit alle gemeinsam sehr intensiv beschäftigen. Die Nutzung von Abwärme aus der Industrie ist eine Win-win-Situation. Sie senkt die Emissionen und trägt zur klimafreundlichen Wärmeversorgung unserer Städte und Gemeinden bei. Diese Kopplung ist nicht nur klimapolitisch intelligent, sondern auch wirtschaftspolitisch; denn so entstehen zusätzliche Einnahmen für die Unternehmen. Effizienzvorteile bei der Energienutzung zahlen auch auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit ein. Das sollten wir immer bedenken. Klar ist: Diese Transformation, dieser Wandel wird nur gelingen, wenn wir die richtigen Rahmenbedingungen setzen. Das umfasst nicht nur den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien, sondern auch eine klare Unterstützung der Industrie auf ihrem Weg zu grüner Energie und Wasserstoffnutzung. Lassen Sie uns daher heute einige Weichen stellen für eine Industrie, die nicht auf fossile Energien angewiesen ist, sondern auf grüne Zukunftstechnologien setzen kann eine Industrie, die ihren Teil zur Klimaneutralität beiträgt und dabei Arbeitsplätze und Innovationen dauerhaft sichert. Ich freue mich sehr auf die weiteren Beratungen im Wirtschaftsausschuss und im Umweltausschuss. Vielen Dank. Vielen Dank, Frau Kollegin. - Als nächster Redner aus der Fraktion der CDU kommt der Kollege Dorendorf ans Mikrofon. Bitteschön!

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