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Christian Schroeder

GRÜNE 10.10.2025 4:51 min Tagungsabschnitte 19/28

Hauswirtschaft und Alltagskompetenzen in Niedersachsen weiter stärken

Nun darf ich als fast letzter Redner die AfD darf auch noch über das schöne Thema Hauswirtschaft und die sogenannten Alltagskompetenzen reden. Ich stelle mal eine Frage in den Raum ich weiß, dass das nicht jeder weiß: Wer von Ihnen weiß dann, was ein Schuss- oder ein Kettfaden ist? Ich würde sagen, das muss auch gar nicht jeder wissen. - Karin Logemann weiß es, und ich bin mir sicher, dass die ehemalige Ministerin es auch weiß. Herr Kollege Schroeder, lassen Sie eine Zwischenfrage - Das konnten wir hier ja nicht wissen. Ich bitte, das in Zukunft zu unterlassen. Bitte fahren Sie fort. Herr Präsident, ich glaube, da bin ich schuld. Schön, dass alle noch wach sind. Ich habe eine Frage in die Runde gestellt und um Handzeichen geben. Das war vielleicht mein Fehler - das darf man hier vielleicht auch gar nicht; das weiß ich nicht. Der Schuss- und der Kettfaden spielen beim Halbleinen eine Rolle. Das ist aber auch gar nicht so wichtig. Wichtig ist nur, dass Sie wissen müssen, dass ein Geschirrhandtuch, das ich beispielsweise bei Temu für ganz wenig Geld bestelle, wahrscheinlich nicht die gleiche Leistung erbringen wird wie ein vernünftiges Leinentuch, wenn es darum geht, meine Weingläser schlierenfrei zu bekommen. Wer also billig kauft, der kauft meistens zweimal, und das sollte man einfach wissen. Nun könnte man sagen: Das sind völlig unwichtige Probleme, wir haben Wichtigeres zu besprechen. Ich werde auf die wichtigen Dinge auch noch kommen, aber ich glaube, das ist eine schöne Geschichte, die deutlich macht, dass Bildung hilft. Schon in der 18. Wahlperiode hat der Landtag das Thema Hauswirtschaft ausführlich beraten. Der damalige Antrag von SPD und CDU hat wichtige Ansätze, wie Ausbildung stärken, Fachkräfte sichern, Hauswirtschaft in der Schule, sichtbar gemacht. Dem gebührt auch Anerkennung. Meine Damen und Herren, wir stehen heute an einem anderen Punkt, und die Herausforderungen sind einfach größer geworden. Kollegin Margraf und auch Frau Jensen haben das geschildert, und ich glaube, wir haben bei diesen Themen auch überhaupt keinen Dissens. Wir erleben einen massiven Fachkräftemangel auch in der Hauswirtschaft. Der demografische Wandel verlangt nach mehr Unterstützungsangeboten für ältere Menschen. Und sollte Pflegegrad 1 wirklich wegfallen, wie es anscheinend diskutiert wird, dann werden die Herausforderungen innerhalb der Familie noch einmal deutlich größer, meine Damen und Herren. Gleichzeitig steigen auch die Anforderungen an die Hygiene und an die Nachhaltigkeit. Wir erleben auch, dass immer mehr Menschen selbst mit einfachsten Dingen des Alltages oft überfordert sind. 62 % der 18- bis 24-Jährigen haben Angst vorm Tanken. Und der massive Einzug der Digitalisierung löst nicht nur alle Probleme. - Auch wegen der Preise, sicherlich. Da gebe ich Ihnen recht. Auf all das müssen wir Antworten geben, und genau das tun wir mit unserem Antrag. Wir Grüne wollen zusammen mit der SPD die Hauswirtschaft endlich als das anerkennen, was sie ist, nämlich ein Schlüsselressort für Lebensqualität, für Teilhabe und für soziale Gerechtigkeit. Ich glaube, das ist ein sehr wichtiger Punkt. Und ja, Alltagskompetenzen gehören auch an jede Schule, natürlich, weil Kinder und Jugendliche wissen müssen, wie gesunde Ernährung, möglichst nachhaltiger Konsum und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen funktionieren. Herr Präsident, darf ich Sie bitten, dass Sie da mal für Ruhe Nein, Entschuldigung, das steht mir nicht zu. Aber ich finde es schwierig, am Freitagnachmittag so dagegen anreden zu müssen. Alltagskompetenz gehört an jede Schule, das habe ich eben gesagt. Wir müssen aufpassen, dass Jugendliche das möglichst als Querschnittsaufgaben lernen. Und das sind Querschnittsaufgaben; das sind Dinge, die man im Alltag kennen muss, und die gehören einfach in jedes und nicht in ein spezielles Unterrichtsfach. Wir wollen Existenzgründungsförderungsprogramme. Wir wollen Hauswirtschaftlerinnen und Hauswirtschaftler ermutigen, neue Angebote aufzubauen, gerade im ländlichen Raum. Mit einem Portal für hauswirtschaftliche Dienstleistungen wollen wir eine Sichtbarkeit erzeugen. Und wir stärken die Kooperation von Hauswirtschaft und Pflege, damit Menschen in Einrichtungen und zu Hause noch besser versorgt werden. Meine Damen und Herren, Hauswirtschaft ist eben kein Nice-to-have. Sie ist systemrelevant, wie man so schön sagt. Sie hält unseren Alltag am Laufen. Sie sorgt für Würde im Alter, sie vermittelt Kindern und Jugendlichen Selbstständigkeit. Deshalb feiern wir diesen Antrag - womöglich am Ende auch mit der CDU. Ich würde Sie wirklich bitten, sich das noch einmal anzuschauen. Gucken Sie auch, wo aus Ihrer Sicht einzelne Punkte fehlen, vielleicht mit Blick auf Ihren Antrag aus dem Unterausschuss. Sie sind herzlich eingeladen, mit uns daran weiterzuarbeiten. Wir haben dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sind natürlich daran interessiert, am Ende der Beratung etwas zu haben, das im Sinne der Kinder, im Sinne der Jugendlichen, im Sinne der Alten, die irgendwann davon profitieren, dass unsere Kinder gut ausgebildet sind, alle mittragen können. Danke schön. Herr Kollege Schroeder,

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