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Marcel Queckemeyer

AfD 22.06.2023 3:40 min Tagungsabschnitte 19/8

Nachhaltig. Klimafreundlich. Barrierefrei. Digital. Sozial. Innovativ. Die Transformation des Tourismus zukunftsfähig gestalten - die Tourismusstrategie für das Land Niedersachsen weiterentwickeln

Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe wahre Demokraten der AfD! Der Tourismus in Niedersachsen - ein oft unterschätzter und zu wenig wertgeschätzter Wirtschaftsfaktor. Wie Sie es in Ihrem Antrag richtig formulieren, ist er Motor für Einkommen, Arbeitsplätze, Wohlstand und Lebensqualität. Sie haben auch recht mit der Aussage, dass kein anderes Bundesland Meer und Berge gleichzeitig zu bieten hat. Sie haben aber vergessen, dass Niedersachsen in Zukunft kein Bundesland für naturfreundlichen Tourismus sein wird, sondern eher für einen Tourismus in einem flächendeckenden Industrieenergiegebiet. Anstatt sich in der Natur zu erholen, macht man Urlaub unter Windkraftanlagen, sieht hektarweise PV-Anlagen und, wenn man ans Meer fährt, noch ein Gasterminal - ein Land, in dem man gut und gerne Urlaub macht! So stellen sich die angeblichen Umweltschützer der Grünen also unsere zukünftige Naturlandschaft vor. Ja, es ist Zeit, unsere Natur vor den Grünen zu schützen. Der Tourismus hat massiv unter Corona gelitten. Ja, auch da haben Sie recht. Aber Sie haben vergessen, zu erwähnen, dass es Ihre Parteien waren, die diese Situation erst möglich gemacht haben. Mit der AfD wäre das niemals passiert. Im Großen und Ganzen kann ich die Punkte Ihres Antrags unterstützen. Jedoch frage ich mich, wie man diese Punkte überhaupt umsetzen möchte. Zum Beispiel: den Schienenpersonennahverkehr und den öffentlichen Personennahverkehr besser anbinden. - Ja, aber schon jetzt funktioniert das nicht in Niedersachsen. Darüber debattiert man schon seit Jahren. Wieder eine Nebelkerze von Rot-Grün! Sie sprechen von Nachhaltigkeit, Klimafreundlichkeit und Ressourcenschutz? Alles richtig! Aber wie steht das im Verhältnis zu Ihrer ideologischen und völlig weltfremden Energiepolitik? In Ihrer Begründung ist es schon sehr interessant zu lesen: Sie wollen die Schaffung von touristischen Arbeitsplätzen in strukturschwachen Regionen, Sie wollen die Schaffung von Umweltbildungsangeboten, gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne, einen Beitrag zum Naturschutz und Artenschutz. - Bei all diesen Punkten bin ich ganz bei Ihnen; denn Naturschutz ist Heimatschutz. Und wem liegt in diesem Hause die Heimat am meisten am Herzen? - Richtig, der AfD. Aber jetzt die Frage: Wie wollen Sie klimafreundlich anreisen? Ich sagte es schon: Der SPNV und der ÖPNV funktionieren in Niedersachsen nicht. Sie wollen die Nutzung von Ökostrom. - Ja, super! Seitdem Sie dies forcieren, haben wir nur massive Preissteiger­ungen erlebt. „Die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten beispielsweise durch die Verwendung von regionalen und ökologisch produzierten Lebensmitteln“. Haben Sie schon einmal in der Gastronomie gearbeitet? - Ich ja. Ich gebe Ihnen jetzt einmal ein Rechenbeispiel: Ein Kilogramm argentinisches Steak kostet aktuell im Einkauf 33,84 Euro/kg. Ein Steak von einem Biohof in meiner Nähe kostet aktuell 61 Euro/kg. Wenn man das mit der Formel der Kalkulation „mal 3,2“ ausrechnet, so kosten 200 g argentinisches Steak 24,57 Euro im Verkauf und ein Biosteak vor Ort 39,04 Euro - ohne Beilagen. Welcher normale Bürger kann sich das denn noch leisten, bei stetig steigenden Lebenshaltungskosten in den Bereichen Miete, Lebensmittel, Strom und Gas und bei steigenden staatlichen Belastungen? Somit sind Ihre Ziele völlig verfehlt. Ich bin gespannt auf eine konstruktive Beratung im Ausschuss - für den Tourismus, für Niedersachsen und für unsere deutsche Bevölkerung. Danke schön. Vielen Dank, Herr Kollege Queckemeyer. - Als Nächstes hat sich

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