Julia Willie Hamburg
Reform der Oberstufe: Leidet die Bildungsqualität in Niedersachsen?
Bitteschön, Frau Ministerin Hamburg! Vielen Dank. - Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das wurde in diesem Prozess natürlich auch diskutiert: Lässt man die Einführungsphase so, wie sie gestaltet wurde, nachdem man damals von G 8 auf G 9 gewechselt ist? Wir haben einfach festgestellt, dass das zum Teil zu einer Engführung führt, die wiederum später dazu führt, dass man bestimmte Fächer gar nicht sinnvoll belegen kann. So beispielsweise beim Fach Erdkunde. Sie alle werden regelmäßig mit dem Fachverband Erdkunde gesprochen haben, der ja sehr deutlich gemacht hat, dass, wenn ein Schüler nur im zweiten Halbjahr der 11. Klasse Erdkunde hat, dann aber womöglich schon zwei bis sechs Wochen später wählen muss, ob er Erdkunde belegt, dieses Fach in aller Regel nicht wählen wird. Insofern haben wir hier die Situation gehabt, dass diese alte Einführungsphase dazu führte, dass Schülerinnen und Schüler eben nicht wirklich ihre Schwerpunkte schon so abiturvorbereitend wählen konnten, wie sie das gern wollten. Und am Ende bedeutet dann eine Gleichwertigkeit der Fächer, dass man Schülerinnen und Schülern echte Wahlfreiheit und Profilbildung bieten sollte. Das war auch die Überschrift der gesamten Oberstufenverordnung, als wir als Erstes die Qualifikationsphase diskutiert haben. Da haben wir gesagt: Wahlfreiheit soll eines unserer handlungsleitenden Themen sein. Das wurde von allen Verbänden getragen. Dass wir es jetzt bei der Debatte um die Einführungsphase erleben, dass jeder Fachverband noch einmal betont, wie wichtig das eigene Fach ist und ich möchte an der Stelle betonen, dass ich wirklich auch finde, dass alle Fächer wichtig sind, liegt auch ein Stück weit in der Natur der Sache. Vielen Dank, Frau Ministerin. - Die fünfte und somit letzte Zusatzfrage
