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Kirsikka Lansmann

SPD 13.12.2023 5:10 min Tagungsabschnitte 19/12

Das PISA-Desaster ernst nehmen - unsere Kinder vor rot-grünen Bildungsexperimenten schützen

Sehr geehrte Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Lieber Herr Fühner, ich habe das Gefühl, dass Sie immer noch ganz schön stark daran zu knapsen haben, nicht mehr Teil dieser Regierung zu sein - sowohl auf Landesebene als auch auf Bundesebene. Anders lässt sich nämlich dieser polemische Titel nicht erklären. Natürlich ist es wichtig, dass wir über das Abschneiden bei der Pisa-Studie sprechen. Uns alle berührt natürlich dieses harte Ergebnis. Aber lassen Sie uns dabei bitte sachlich bleiben und auf die Fakten schauen! ‑ Das ist kein Verdrängen. Ich möchte kurz den Blick auf das internationale Ranking werfen, da dann einige entscheidende Unterschiede deutlich werden. Weltweit hat Singapur am besten abgeschnitten. Es ist natürlich schwierig, Singapur und Deutschland miteinander zu vergleichen. Wir wollen Singapur auch nicht unbedingt in allen Punkten nacheifern. Es fällt aber auf ‑ ‑ ‑ ‑ Das ist halt die Pisa-Studie, über die wir gerade sprechen. Das Lehrpersonal genießt ein signifikant höheres Ansehen als bei uns. Das führt natürlich zu einer sehr guten Unterrichtsversorgung, weil es kaum Unterrichtsausfälle gibt. Hier sind wir eben bei den Fakten, warum wir auf einem guten Weg sind, dass die nächste Pisa-Studie ein ganz anderes Bild widerspiegeln wird. Wenn Sie gestern Ihre Lauscher gespitzt haben, brauche ich jetzt nicht das ganze Maßnahmenbündel zu wiederholen, das wir gestern berichtet haben. Damit stärken wir deutlich den Bildungsbereich. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen, wie wichtig es ist, A 13 in einem Schritt einzuführen. Das ist ein signifikantes Zeichen an unsere Lehrkräfte, dass wir ihre Arbeit sehr schätzen. Aber werfen wir auch einen Blick nach Europa, dann kommen wir schnell zum Europa-Sieger Estland. In Estland gehen alle Schülerinnen und Schüler die ersten neun Jahre gemeinsam auf eine Schule. - Ja! - Na ja, welche Experimente? - Ich berichte nur, was andere Länder machen, die sehr gut abschneiden. Eventuell können wir dorthin schauen und uns vielleicht auch Ideen von dort holen. Erst im Anschluss, nach diesen neun Jahren, geht man drei Jahre lang auf eine höhere Schule - entweder das Gymnasium oder die berufsorientierte Schule. Das ist der entscheidende Punkt. Dort fängt Bildung bereits viel früher, schon in den Kindergärten, an. Die Kindergärten werden viel eher als Vorschulen und als richtige frühkindliche Bildungsstätten gesehen. Hier haben wir gesellschaftlich tatsächlich noch einiges nachzuholen; denn immer noch werden Kindergärten in der Gesellschaft oft einfach nur als Aufbewahrungsstätte angesehen. Das sind sie definitiv nicht. Dort entsteht tagtäglich das Fundament der frühkindlichen Bildung. Ich muss es an dieser Stelle noch einmal ganz deutlich sagen: Die Kita muss den gleichen Stellenwert wie die Schule bekommen, liebe Kolleginnen und Kollegen. Daher ist es absolut richtig, dass wir über die politische Liste Gelder für eine Imagekampagne für Erzieherinnen und Erzieher in den Haushalt eingestellt haben. Auch die umfangreichen Förderrichtlinien stellen einen wichtigen Schritt hin zu mehr Qualität in der Kindertagesbetreuung dar. Einen Moment, bitte, Frau Lansmann! - Ich bitte um Ruhe, insbesondere in der CDU-Fraktion! Es ist halt ein aufregendes Thema für die. Das ist ja auch in Ordnung. Es ist ja ziemlich emotional. - Ja! Alles gut! Fahren Sie fort, Frau Lansmann! Lassen Sie uns weiter schauen, zum Beispiel nach Kanada: Platz 8. Auch dort gibt es überwiegend Gesamtschulen, und anstelle von Noten werden Fortschrittreports genutzt. Kanada ist damit nicht allein. Auch Estland und Finnland beginnen in ihrem Bildungssystem erst ziemlich spät mit der Notenvergabe. Daher ist es gut, dass wir unseren Schulen mehr Freiräume ermöglichen. Unsere Schulen brauchen mehr Handlungsmöglichkeiten, um so die bestmögliche Bildung für unsere Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten. Einen Moment, Frau Lansmann! Lassen Sie eine Zwischenfrage des Abgeordneten Fühner zu? Wir können es mal probieren. Bitte schön, Herr Fühner!

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